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Tipps für die Wohnungsbesichtigung: So erhöhen Sie Ihre Chancen auf die perfekte Wohnung
Eine Wohnungsbesichtigung ist oft die einzige Gelegenheit, eine Wohnung wirklich kennenzulernen und einen guten Eindruck beim Makler oder zukünftigen Vermieter zu hinterlassen. Auf einem angespannten Wohnungsmarkt reicht es nicht, einfach zu erscheinen. Wer vorbereitet ist, die richtigen Fragen stellt und nach dem Termin richtig vorgeht, erhöht seine Chancen deutlich. Dieser Ratgeber begleitet Sie durch alle Phasen: von der Vorbereitung über die Besichtigung selbst bis zur Nachbereitung.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Erscheinen Sie pünktlich und vorbereitet. Ein zuverlässiger erster Eindruck zählt.
- Legen Sie Ihre Unterlagen vorab bereit, damit Sie nach der Besichtigung schnell reagieren können.
- Prüfen Sie die Wohnung gezielt: Zustand, Lichtverhältnisse, Umgebungsgeräusche und technische Ausstattung.
- Stellen Sie konkrete Fragen zu Nebenkosten, Hausordnung und dem Auswahlprozess.
- Zeigen Sie echtes Interesse, ohne aufdringlich zu wirken.
- Melden Sie sich frühzeitig zurück und reichen Sie Ihre Unterlagen vollständig ein.
So bereiten Sie sich optimal auf eine Wohnungsbesichtigung vor
Eine gute Vorbereitung ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Besichtigung. Wer vorbereitet erscheint, hinterlässt einen zuverlässigen Eindruck und kann die Zeit vor Ort optimal nutzen.
Wichtige Unterlagen für die Besichtigung vorbereiten
Wer seine Bewerbungsmappe für die neue Wohnung vorab zusammenstellt, kann nach der Besichtigung schnell reagieren, und das kann entscheidend sein. Überlegen Sie im Vorfeld, welche Dokumente relevant sind, und legen Sie diese bereit:
- Selbstauskunft: Ein kurzes Dokument, das Ihre persönliche und finanzielle Situation zusammenfasst
- Einkommensnachweise: In der Regel die letzten zwei bis drei Gehaltsabrechnungen
- Weitere geforderte Nachweise
Bei Vonovia reichen Sie die Unterlagen nach der Besichtigung vollständig über die „Mein Vonovia“ App ein. Wer sie bereits vorbereitet hat, kann sofort handeln und erhöht seine Chancen auf den Zuschlag. Bei privaten Vermietern können Sie die Unterlagen auch direkt ausgedruckt zur Besichtigung mitbringen.
Termin abstimmen und zuverlässig auftreten
Zuverlässigkeit beginnt vor der Besichtigung. Bestätigen Sie den Termin per Nachricht oder E-Mail. Planen Sie die Anfahrt großzügig, besonders in unbekannten Gegenden. Pünktlichkeit ist ein einfaches, aber wirksames Signal, das viele unterschätzen.
Sollte es doch zu einer Verzögerung kommen, informieren Sie den Vermieter frühzeitig und entschuldigen Sie sich kurz. Wer kommuniziert, wirkt zuverlässig, auch wenn es mal nicht klappt.
Eigene Anforderungen vorab klären
Wer ohne klare Vorstellung in eine Besichtigung geht, verlässt sie oft genauso unentschlossen. Überlegen Sie vorab, was Ihnen wirklich wichtig ist:
- Budget: Was ist Ihre maximale Warmmiete?
- Lage: Welche Stadtteile oder Verkehrsanbindungen sind wichtig?
- Größe: Wie viele Zimmer brauchen Sie, und wie viel Quadratmeter mindestens?
- Ausstattung: Gibt es Punkte, auf die Sie nicht verzichten können, zum Beispiel Balkon, Einbauküche oder Aufzug?
Wer seine Prioritäten kennt, kann die Wohnung vor Ort gezielt bewerten und trifft danach schneller eine Entscheidung.
Fragen vorab überlegen
Bei einer Besichtigung gibt es viel zu sehen und zu hören. Wer seine Fragen nicht aufschreibt, vergisst im Eifer des Gefechts schnell die wichtigsten Punkte. Notieren Sie sich vorab alles, was Sie unbedingt klären möchten, zum Beispiel zu Nebenkosten, Hausordnung oder dem Auswahlprozess.
Das hat noch einen weiteren Vorteil: Wer mit einer Liste erscheint, wirkt strukturiert und vorbereitet. Das hinterlässt einen guten Eindruck. Anregungen, welche Fragen sich lohnen, finden Sie weiter unten im Artikel.
Worauf sollte man bei einer Wohnungsbesichtigung achten?
Eine Wohnungsbesichtigung ist Ihre Gelegenheit, die Wohnung wirklich kennenzulernen. Mit einem strukturierten Blick auf die wichtigsten Punkte treffen Sie schnell eine richtige Entscheidung.
Zustand der Wohnung prüfen
Nehmen Sie sich bei der Besichtigung bewusst Zeit, die Wohnung in Ruhe zu prüfen. Ein genauer Blick auf die Details hilft Ihnen, eine fundierte Entscheidung zu treffen und offene Punkte frühzeitig anzusprechen:
- Wände und Decken: Sind die Oberflächen in Ordnung? Gibt es Verfärbungen? Übrigens: Nicht jede Wohnung wird renoviert übergeben. Das muss kein Problem sein: Wer ohne frische Farbe einzieht, muss beim Auszug meist auch nicht streichen.
- Böden: Wie ist der Zustand? Gibt es stärkere Abnutzung?
- Fenster und Türen: Schließen sie gut und sind sie dicht?
Wenn Ihnen etwas auffällt, sprechen Sie es direkt beim Termin an. Kleinigkeiten lassen sich oft unkompliziert vor dem Einzug klären.
Lichtverhältnisse und Raumwirkung einschätzen
Licht und Grundriss lassen sich später kaum verändern und prägen die Wohnqualität dauerhaft. Achten Sie deshalb genau auf:
- Tageslichteinfall: Wie viel natürliches Licht kommt in die Räume?
- Ausrichtung: Welche Himmelsrichtung haben die wichtigsten Räume?
- Raumaufteilung: Wirken die Räume nutzbar und offen?
- Schnitt: Gibt es dunkle Ecken oder ungünstige Bereiche?
Besonders Lage und Grundriss sind Faktoren, die sich nicht ändern lassen. Investieren Sie hier bewusst Zeit.
Technische Ausstattung überprüfen
Ein paar einfache Tests geben schnell Aufschluss über den technischen Zustand der Wohnung. Nehmen Sie sich dafür bewusst ein paar Minuten Zeit:
- Wasserdruck: Drehen Sie kurz den Hahn auf, sowohl in der Küche als auch im Bad.
- Steckdosen: Sind ausreichend vorhanden und sind sie sinnvoll platziert?
- Elektrik: Gibt es einen modernen Sicherungskasten?
- Internet und Empfang: Wie ist die Anbindung? Gibt es bereits einen Kabelanschluss oder Glasfaser?
Punkte, die Ihnen auffallen, können Sie direkt beim Termin ansprechen.
Welche Fragen sollten Sie bei der Wohnungsbesichtigung stellen?
Gezielte Fragen sind keine Unhöflichkeit, sondern ein Zeichen von Vorbereitung. Sie helfen Ihnen, die Wohnung wirklich einzuschätzen und spätere Überraschungen zu vermeiden.
Fragen zur Wohnung und Ausstattung
Der Zustand der Wohnung lässt sich bei der Besichtigung nicht immer auf den ersten Blick einschätzen. Diese Fragen helfen Ihnen weiter:
- Wann wurde die Wohnung zuletzt renoviert? Eine kürzliche Renovierung ist ein gutes Zeichen. Liegt sie länger zurück, sollten Sie genauer hinschauen, ob Böden, Wände oder Sanitäranlagen Verschleiß zeigen.
- Sind Renovierungen oder Modernisierungen geplant? Die Antwort gibt Ihnen einen guten Eindruck davon, wie aktiv die Wohnung betreut wird. Geplante Maßnahmen können den Wohnkomfort langfristig verbessern, sollten aber in Bezug auf mögliche Bauarbeiten oder Mietanpassungen frühzeitig bekannt sein.
- Wie ist die Wohnung beheizt und welche Art von Heizung ist eingebaut? Fernwärme, Gas oder Wärmepumpe – das beeinflusst, wie Sie die Heizung im Alltag bedienen und regulieren können.
Fragen zu Nebenkosten und Vertrag
Die Kaltmiete ist nur ein Teil der tatsächlichen Kosten. Klären Sie frühzeitig, was wirklich auf Sie zukommt:
- Wie setzen sich die Nebenkosten zusammen? Fragen Sie nach einer Aufschlüsselung der Betriebskosten. So sehen Sie, ob die angegebene Warmmiete realistisch ist oder ob Nachzahlungen drohen. Alles rund um die Nebenkostenabrechnung bei Vonovia lesen Sie hier.
- Welche Kosten kommen zusätzlich zur Miete auf mich zu? Stellplatz, Keller oder Gemeinschaftsräume können extra kosten. Klären Sie das vorab, damit Sie die tatsächliche monatliche Belastung kennen.
- Gibt es eine Staffelmiete oder sind Mieterhöhungen geplant? Eine Staffelmiete bedeutet, dass die Miete in festgelegten Schritten steigt. Wer das weiß, kann besser planen und wird später nicht überrascht.
Fragen zu Nachbarn und Hausordnung
Das Wohnumfeld lässt sich schwer nachholen. Klären Sie deshalb schon bei der Besichtigung, wie das Zusammenleben im Haus geregelt ist:
- Wie ist die Hausgemeinschaft? Die Antwort gibt Ihnen ein erstes Gefühl dafür, ob das Haus eher ruhig oder lebhaft ist und ob es in der Vergangenheit Konflikte gab.
- Gibt es feste Ruhezeiten oder besondere Regelungen? Ruhezeiten und Hausordnung sind im Alltag relevanter als viele denken. Wer früh schläft oder ein kleines Kind hat, sollte das unbedingt klären.
- Wie wird mit Gemeinschaftsflächen umgegangen? Treppenhaus, Keller oder Waschküche sind Gemeinschaftseigentum. Klare Regelungen zeigen, ob im Haus ein respektvolles Miteinander gepflegt wird.
Was in Mietwohnungen generell erlaubt ist und was nicht, erfahren Sie in unserem Ratgeber zu den Regeln in der Mietwohnung.
Fehler bei einer Wohnungsbesichtigung vermeiden
Kleine Fehler können bei einer Wohnungsbesichtigung große Auswirkungen haben. Diese Punkte sollten Sie vermeiden:
- Unvorbereitet erscheinen. Wer ohne Unterlagen kommt und die Wohnung offensichtlich nicht recherchiert hat, wirkt unzuverlässig. Legen Sie Selbstauskunft und Einkommensnachweise vorab bereit und informieren Sie sich kurz über die Wohnung.
- Zu spät kommen. Verspätungen hinterlassen einen schlechten ersten Eindruck, der sich kaum korrigieren lässt. Planen Sie die Anfahrt großzügig und bestätigen Sie den Termin im Vorfeld.
- Desinteressiert wirken. Wer sich kaum umschaut und schweigt, fällt schnell durch. Schauen Sie sich die Wohnung aufmerksam an und stellen Sie konkrete Fragen.
- Negativ auftreten. Beschwerden über Preis oder Ausstattung wirken unprofessionell. Kritische Punkte dürfen angesprochen werden, aber sachlich und freundlich.
Wer diese Fehler vermeidet, geht selbstsicher in die Besichtigung und hinterlässt einen Eindruck, der in Erinnerung bleibt.
Nach der Besichtigung erhalten alle ernsthaften Interessenten eine Reservierung. Sie haben dann 14 Tage Zeit, ihre Unterlagen vollständig über die App hochzuladen. Wer das zuerst erledigt, erhält die Zusage, alle anderen bekommen eine Absage.
Checkliste für die Wohnungsbesichtigung
Eine Wohnungsbesichtigung ist schnell vorbei. Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick und vergessen nichts Wichtiges.
Vorbereitung
Wer gut vorbereitet zur Besichtigung kommt, wirkt seriös und spart Zeit vor Ort. Legen Sie im Vorfeld Folgendes bereit:
- Unterlagen, zum Beispiel Selbstauskunft und Einkommensnachweise
- eigene Anforderungen und Prioritäten
- Fragen, die Sie vor Ort klären möchten
Besichtigung
Nutzen Sie die Zeit vor Ort, um die Wohnung wirklich zu prüfen, nicht nur anzuschauen:
- Zustand von Wänden, Böden und Fenstern prüfen
- Lichtverhältnisse und Raumaufteilung einschätzen
- auf Geräusche und Umgebung achten
- Wasserdruck und Steckdosen testen
- gezielte Fragen zu Nebenkosten, Hausordnung und Auswahlprozess stelle
Nachbereitung
Was nach der Besichtigung passiert, entscheidet oft über den Zuschlag:
- Eindrücke direkt festhalten und mit anderen Wohnungen vergleichen
- Interesse zeitnah mitteilen
- Unterlagen vollständig und zügig einreichen
Checkliste als Download
Die umfangreiche Checkliste gibt es auch als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken, damit Sie sie direkt zur Besichtigung mitnehmen können.
Tipps für besondere Situationen bei der Wohnungsbesichtigung
Je nach Lebenssituation rücken bei einer Wohnungsbesichtigung unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund. Diese Tipps helfen Ihnen, gut vorbereitet zu sein.
Wohnungsbesichtigung für Studierende oder WG
Bei WG-Besichtigungen zählt der persönliche Eindruck oft mehr als die Unterlagen. Treten Sie offen und freundlich auf und zeigen Sie, dass Sie ein unkomplizierter Mitbewohner sind. Bereiten Sie sich auf typische Fragen vor:
- Wie läuft das Zusammenleben bei Ihnen ab?
- Wie gehen Sie mit unterschiedlichen Schlaf- und Arbeitszeiten um?
- Wie halten Sie es mit Ordnung und gemeinsamen Räumen?
- Wie gehen Sie mit Konflikten um?
Wenn Sie als Gruppe besichtigen, achten Sie darauf, dass alle einen positiven Eindruck hinterlassen.
Wohnungsbesichtigung mit Haustieren
Sprechen Sie Haustiere von sich aus an, bevor der Vermieter fragt. Transparenz schafft Vertrauen. Erklären Sie kurz, welches Tier Sie haben, wie es gehalten wird und wie Sie auf Rücksichtnahme gegenüber Nachbarn achten. So räumen Sie mögliche Bedenken frühzeitig aus dem Weg.
Wohnungsbesichtigung für Familien
Für Familien stehen andere Dinge im Vordergrund:
- Wie viel Platz bietet die Wohnung wirklich?
- Gibt es Spielmöglichkeiten in der Nähe?
- Wie ist die Anbindung an Kitas, Schulen und öffentliche Verkehrsmittel?
Stellen Sie diese Fragen gezielt bei der Besichtigung und bewerten Sie die Wohnung nicht nur für heute, sondern auch mit Blick auf die nächsten Jahre.