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Richtig heizen und Lüften
Ratgeber

Richtiges Heizen und Lüften in Mietwohnungen

Moderne Wohngebäude sind gut isoliert und lassen kaum Luft nach innen oder außen – das spart Heizkosten. Allerdings bedeutet das auch, dass die Bewohner durch Luftaustausch für ein gutes Wohnklima sorgen müssen – und das wird von zwei Faktoren bestimmt: der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Hier erfahren Sie, wie richtiges Heizen und Lüften in Mietwohnungen gelingt, damit das Raumklima ideal bleibt und Schimmel gar nicht erst entstehen kann.

 


Frau lüftet in der Küche

Warum das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten so wichtig ist

Hier sind vier Gründe, warum richtiges Heizen und Lüften nicht nur Ihrer Mietwohnung, sondern auch Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden zugutekommen:

In der Wohnung entsteht Feuchtigkeit

Jeder Mensch erzeugt Feuchtigkeit, die in Form von Wasserdampf an die Raumluft abgegeben wird. Pro Tag können das je nach Aktivität eineinhalb Liter und mehr sein. Hinzu kommen Pflanzen, Tiere und Tätigkeiten wie Kochen, Baden sowie Wäschewaschen und -trocknen, die für zusätzliche Luftfeuchtigkeit sorgen. Somit übersteigt die Luftfeuchtigkeit schnell den empfohlenen Wert von 50 bis 55 Prozent – es besteht Schimmelgefahr! Feuchtigkeitsschäden sind für Sie als Mieter eine Gesundheitsgefahr und für uns als Vermieter problematisch, da sie die Bausubstanz angreifen.

Im Winter erhöht der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen die Schimmelgefahr

Durch regelmäßiges und richtiges Heizen und Lüften Ihrer Wohnung sorgen Sie dafür, dass überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann – das ist vor allem im Winter besonders wichtig. Denn in der kalten Jahreszeit ist der Temperaturunterschied zwischen Ihrer Wohnung und dem Außenbereich hoch. Feuchtigkeit aus der warmen Luft innen setzt sich an den kälteren Außenwänden ab und kann zu Schimmelbildung führen. Richtiges Lüften führt zu einem Luftaustausch, bei dem trockene, kalte Luft in die Wohnung strömt und feuchte, warme Luft nach außen – wenn Sie unsere Tipps zum Heizen und Lüften weiter unten beherzigen, bleibt Ihre Wohnung trotzdem schön warm!

Frau lüftet in der Küche
Fenster wird gelüftet
Fenster wird gelüftet

Lüften sorgt für Sauerstoff

Wenn wir atmen, wandeln wir den Sauerstoff aus der Luft in Kohlendioxid um. Riecht es in einem Raum muffelig, liegt das wahrscheinlich daran, dass die Kohlendioxidkonzentration in der Luft hoch und die Sauerstoffkonzentration niedrig ist. Durchs offene Fenster strömt wieder frische Luft hinein – wir fühlen uns wohler, können besser schlafen und uns besser konzentrieren.

Lüften verbessert die Luftqualität

Möbel, Baustoffe, Wandfarben, Lacke und vieles mehr, das Teil unseres Haushalts ist, kann Schadstoffe aussondern und somit die Raumluft belasten. In geringer Konzentration sind die Stoffe meist unbedenklich – richtiges Lüften hilft dabei, die Schadstoffmengen in der Luft möglichst gering zu halten. Dies gilt übrigens auch für Krankheitserreger: Wer in der Erkältungssaison öfter mal das Fenster öffnet, vertreibt Viren und Bakterien aus der Raumluft.


Füße an der Heizung

So heizen Sie richtig

Beim Heizen der Wohnung kommt es auf die richtigen Temperaturen an. Hier die empfohlenen Temperaturen für einzelne Wohnräume:

  • Wohn- und Esszimmer: 20 Grad Celsius
  • Küche und Flur: 18 Grad Celsius
  • Arbeits- und Kinderzimmer: 22 Grad Celsius
  • Schlafzimmer: 16 Grad Celsius
  • Badezimmer: 24 Grad Celsius

In Räumen, die Sie nachts nicht nutzen, sollte eine Mindesttemperatur von 14 Grad Celsius herrschen. Wenn Sie für mehrere Stunden das Haus verlassen, zum Beispiel um zur Arbeit zu gehen, schalten Sie die Heizung nicht komplett aus – drehen Sie sie nur ein wenig herunter. Denn es kostet nachweislich mehr Energie, die ausgekühlten Räume inklusive der Wände und Möbel wieder auf eine angenehme Temperatur zu bringen, als sie über den Tag warm zu halten. Ein weiterer Vorteil für Sie: Es ist deutlich angenehmer, den Feierabend in einer warmen Wohnung zu starten, als sie über lange Zeit erst einmal wieder aufzuheizen.

Achten Sie zudem darauf, die Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen zu halten. So kann wärmere, feuchtere Luft beispielsweise aus dem Wohnzimmer nicht ins kühlere Schlafzimmer gelangen. Damit verhindern Sie, dass sich Feuchtigkeit an den kühlen Außenwänden absetzt, was zu Schimmelbildung führt.

Füße an der Heizung

Unsere Tipps: So lüften Sie richtig

Lüften sollte zur Alltagsroutine gehören – der regelmäßige Luftaustausch in der Wohnung stellt ein gesundes Wohnklima sicher. Doch dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten: Unsere Tipps verraten Ihnen, wie Sie richtig lüften.

  • Kurz stoßlüften statt dauernd gekippt: Öffnen Sie das Fenster komplett für einige Minuten. So findet ein Luftaustausch statt, ohne dass Möbel und Wände abkühlen. Sind die Fenster bei kalten Außentemperaturen lange Zeit gekippt, besteht erhöhte Schimmelgefahr und höhere Heizkosten sind zudem garantiert.
  • Querlüften für schnellen Erfolg: Am effizientesten lüften Sie, indem Sie für Durchzug sorgen. Öffnen Sie, wenn vorhanden, zwei oder mehr Fenster im jeweiligen Raum gleichzeitig. Wenn Räume nur ein Fenster haben, öffnen Sie alle Türen in der Wohnung und lüften Sie quer über die Zimmer hinweg. Aber Achtung: Sichern Sie Türen und Fenster mit einem Stopper, damit sie nicht wegen des Durchzugs zuknallen.
  • Heizung zudrehen: Läuft die Heizung, während das Fenster geöffnet ist, verpufft die Wärme nach draußen. Drehen Sie also das Heizventil vor dem Lüften aus und drehen Sie es auf die gewünschte Stufe zurück, wenn Sie das Fenster schließen.
  • Nicht zu kurz und nicht zu lang lüften: Beim Stoßlüften findet der Luftaustausch recht zügig statt. Besonders wenn Sie querlüften und für Durchzug sorgen, reicht es, die Fenster nur fünf bis zehn Minuten zu öffnen. Vor allem im Winter bei kalten Temperaturen: Denn je kälter die Luft, desto trockener ist sie und desto schneller entweicht die feuchtere, warme Luft nach draußen. Im Frühling und Herbst, wenn es draußen nicht mehr so kalt ist, lassen Sie die Fenster bis zu 15 Minuten lang geöffnet. Übrigens: Auch wenn es regnet, bringt das Lüften etwas!
  • Regelmäßig für frische Luft sorgen: Bringen Sie eine Regelmäßigkeit in Ihr Lüftungsverhalten. Lüften Sie immer morgens und abends, wenn Sie tagsüber auf der Arbeit sind. Halten Sie sich die meiste Zeit des Tages in Ihrer Wohnung auf, lüften Sie drei bis vier Mal am Tag.
  • Zusätzlich lüften: Wenn besonders viel Feuchtigkeit entsteht, lüften Sie die betreffenden Räume zusätzlich – also vor allem direkt nach den Duschen, Baden, Kochen und Schlafen. Lüften Sie Räume mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, wie Bad oder Küche, mit geschlossener Tür, damit sich die Feuchtigkeit nicht in den anderen Zimmern verteilt. Wenn Sie die Böden feucht wischen, öffnen Sie anschließend die Fenster. Trocknen Sie Wäsche in der Wohnung, lüften Sie ebenfalls entsprechend häufiger. Achten Sie darauf, den Wäscheständer in einem gut beheizten Raum aufzustellen.

Wenn sich unten auf den Fensterscheiben sichtbar Feuchtigkeit ablagert, ist das ein Zeichen für falsches Heizen und Lüften. Nehmen Sie beschlagene Fenster auf jeden Fall zum Anlass, Ihr Heiz- und Lüftungsverhalten zu überdenken!


Kundenservice von Vonovia

Vonovia steht Ihnen zur Seite

Sie haben Fragen zum richtigen Heizen und Lüften in Ihrer Mietwohnung? Melden Sie sich bei uns unter der Telefonnummer 0234 / 414 70 00 00. Mit der „Mein Vonovia“-App haben Sie alle Vorteile und Infos rund um Vonovia sofort zur Hand.

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