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Wohnung kindersicher machen
Ratgeber

Paradies für kleine Entdecker: Wie mache ich meine Wohnung kindersicher?

Mit dem Drehen vom Rücken auf den Bauch und zurück fängt es an: Ihr Baby wird langsam mobil. Vielleicht rollt es sich so durch die Wohnung oder es fängt schon an zu robben. Dann macht es die ersten Krabbelversuche und beginnt, sich an Gegenständen hochzuziehen. Schließlich folgen die ersten zaghaften Schritte – und ehe man sich versieht, fegt ein kleiner Wirbelwind durch die Wohnung: Deshalb ist es besonders wichtig, die Wohnung rechtzeitig kindersicher zu machen! Manche Eltern fangen schon während der Schwangerschaft damit an – denn auch wenn Ihr Baby in den ersten Monaten noch nicht mobil ist, haben Sie vor der Geburt mehr Zeit, sich über ein kindersicheres Zuhause Gedanken zu machen.

Wir haben für Sie eine Liste mit Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre Wohnung kindersicher machen. Wo gefährliche Fallen lauern, an die Sie möglicherweise nicht gedacht haben, welche Räume absolut nicht zum Spielen geeignet sind und was Regeln mit Kindersicherheit zu tun haben, erfahren Sie hier.



Sorgen Sie für Sicherheit durch klare Regeln

Auch wenn Sie viele Vorkehrungen treffen, um Ihre Wohnung kindersicher zu machen: Kinder sind unberechenbar – es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Deshalb lautet das oberste Gebot: Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt.

Doch auch wenn Sie immer bei Ihrem Kind sind, wird es Momente der Unaufmerksamkeit geben, die zu Unfällen führen können. Sie minimieren jedoch das Risiko, indem Sie Ihrem Kind bereits im Babyalter Regeln mit auf den Weg geben. Ältere Babys sind schon in der Lage, einfache Verbote zu verstehen. Wenn Sie Ihr Baby sanft aber bestimmt und konsequent auf Dinge hinweisen, die es nicht machen soll, wird es die Regeln schließlich befolgen. Steckdosen beispielsweise sind absolut tabu – egal ob gesichert oder nicht.

Auch die richtige Klettertechnik können Sie mit Ihrem Baby einüben, sobald es die ersten Kletterversuche startet: Zeigen Sie ihm, wie es rückwärts, mit dem Popo voran, das Sofa oder die Stufen hinunter klettert. Bald geht Ihrem Kind diese Technik ins Blut über.

Kleinkinder sind mobiler als Babys und somit auch potenziell mehr Gefahren ausgesetzt. Ihr Erkundungsdrang ist unermüdlich. Doch mit zunehmendem Alter verstehen Kinder immer mehr: Erklären Sie Ihrem Kind, warum es beispielsweise nicht am Herd spielen darf und bleiben Sie konsequent.


Sichern Sie alle Steckdosen

Es gibt verschiedenen Arten von Steckdosensicherungen – lassen Sie sich am besten in einem Bau- oder Babyfachmarkt beraten, welche Variante für Sie am besten geeignet ist. Sichern Sie jede Steckdose, die für Ihr Kind erreichbar ist – auch wenn es beispielsweise auf einen Stuhl klettert. Denken Sie daran, Steckerleisten abzusichern!

Auch wenn Sie einen Schutz installiert haben: Die kleinen Fingerchen haben nichts an der Steckdose zu suchen! Das sollte ihr Kind von Anfang an lernen. Schließlich kann es vorkommen, dass Sie zum Beispiel bei Freunden zu Besuch sind, wo die Steckdosen ungesichert sind.


Frau renoviert Ihre Wohnung
Frau renoviert Ihre Wohnung

Sorgen Sie für funktionierende Rauchwarnmelder

In fast allen Bundesländern besteht auch für Bestandsimmobilien eine Rauchwarnmelderpflicht – die Installation obliegt dem Vermieter. Der Mieter muss in der Regel die Wartung übernehmen. Hier sind die Regelungen je nach Bundesland unterschiedlich. Doch auch wenn der Vermieter in der Pflicht ist: Es geht um die Gesundheit Ihrer Familie. Die meisten Brandopfer werden im Schlaf überrascht – dabei stellt nicht das Feuer selbst, sondern der Rauch die größte Gefahr dar.

Ergreifen Sie also die Initiative und prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Rauchwarnmelder funktionstüchtig sind und wechseln Sie leere Batterien sofort.


Bringen Sie Treppenschutzgitter an

Wenn Sie eine Treppe in der Wohnung haben, installieren Sie an beiden Enden Treppenschutzgitter, damit Ihr Kind nicht unbemerkt die Stufen hoch- und runterklettern kann.

Dennoch ist es wichtig, schon früh das Treppensteigen zu üben. Sobald Ihr Kind krabbeln kann, zeigen Sie ihm, wie es rückwärts die Treppe hinuntersteigen kann. Lassen Sie Ihr Kind regelmäßig die Stufen erklimmen – natürlich immer unter Aufsicht. Bleiben Sie immer dicht hinter Ihrem Kind auf der Treppe, damit Sie es auffangen können, wenn es nach hinten kippt. Je sicherer das Kleine die Stufen bewältigt, desto geringer das Risiko, dass es stürzt.

Kind öffnet Schrank
Kind öffnet Schrank

Installieren Sie eine Kindersicherung an Schranktüren und Schubladen

In Schränken und Schubladen lauern Gefahren in Form von scharfen Gegenständen, Putzmitteln und Co. Kleinkinder nutzen offene Schubladen zudem gerne als Kletterhilfe. Installieren Sie deshalb spezielle Sicherungen, mit denen nur Erwachsene die Möbelstücke öffnen können – beispielsweise mithilfe eines Magneten oder speziellen Klickverschlusses.



Fenster wird geschlossen

Lassen Sie Fenster und Balkontüren nie unbeaufsichtigt offen stehen

Offene Fenster wecken die Neugier von Kindern. Auch wenn sie nicht direkt herankommen, nutzen sie gerne Kletterhilfen, um einen Blick nach draußen zu erhaschen. Das kann verheerende Folgen haben: Im Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder einen verhältnismäßig großen Kopf und somit liegt ihr Körperschwerpunkt weiter oben. Beugen sie sich vornüber, kippen sie schnell nach vorne – am offenen Fenster kann das dramatisch enden. Lassen Sie deshalb Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt in einem Raum, in dem das Fenster offen steht – auch nicht, wenn das Kind schläft!

Auf dem Balkon dürfen kleine Kinder ebenfalls nicht unbeaufsichtigt bleiben. Tische, Stühle und Blumentöpfe dienen als Kletterhilfen, um an die Brüstung zu kommen – und im schlimmsten Fall drüber hinweg zu stürzen.

Spezielle Sicherungen wie Schlösser am Fenstergriff machen es auch Kindern, die schon ein wenig älter sind, unmöglich, Fenster und Balkontüren selbst zu öffnen. Doch auch hier gilt: Klare Regeln können Leben retten. Machen Sie Ihrem Kind so früh wie möglich klar, dass es nicht auf Fensterbänke klettern und an die Griffe gehen soll.

Fenster wird geschlossen

Machen Sie Böden rutschsicher

Wer noch wackelig auf den Beinen ist, rutscht schneller aus: Deshalb sind Teppiche, Matten und feuchte Böden ein Hindernis für Laufanfänger. Achten Sie darauf, Wasserspritzer direkt zu trocknen und nach dem Wischen durchzulüften. Matten und Teppiche, die unter den Füßen schnell wegrutschen, entfernen Sie oder legen einen Rutschschutz darunter – auch eine gute Idee auf glatten Treppenstufen!


Frau steht in der Küche

Erklären Sie die Küche zur Tabuzone

Die Küche ist neben dem Badezimmer der wohl gefährlichste Raum für Babys und Kleinkinder: Der heiße Herd, Messer, Putzmittel, der Wasserkocher und mehr können dem Kind zum Verhängnis werden. Treffen Sie entsprechende Vorkehrungen:

  • Mit einem Herdschutzgitter verhindern Sie, dass Ihr Kind auf die heißen Platten fasst.
  • Drehen Sie die Stiele von Pfannen und Töpfen immer zur Wand hin, sodass das Kleine das Kochgeschirr nicht herunterziehen kann.
  • Nehmen Sie Elektrogeräte direkt nach Gebrauch vom Netz und packen Sie sie weg.
  • Bewahren Sie Spülmaschinentabs und andere Chemikalien für Kinder unzugänglich auf.
  • Der Wasserkocher sollte so stehen, dass das Kind ihn nicht am Kabel herunterziehen kann.
  • Der Mülleimer ist am besten in einem gesicherten Schrank aufgehoben.
  • Geschirr, Gläser, Tassen und Messer gehören ebenfalls in einen gesicherten Schrank

Bei allen Vorkehrungen empfehlen wir dennoch: Lassen Sie Ihr Kind in der Küche nicht frei herumlaufen – auch nicht, wenn Sie dabei sind. Zu schnell ist hier etwas passiert, ohne dass Sie rechtzeitig reagieren konnten. Installieren Sie im Türrahmen ein Schutzgitter: So kann Ihr Kind Ihnen beim Kochen zusehen, ohne den Raum zu betreten.

Wenn Sie Ihren Liebling nah bei sich haben möchten, setzen Sie ihn in der Küche in einen Kinderstuhl. Für Kleinkinder, die schon sicher auf den Beinen sind, ist ein sogenannter Entdeckerturm ideal: Sie stehen erhöht auf einem Hocker mit Brüstung und können auf die Arbeitsplatte schauen. Ältere Kinder können so auch schon mithelfen – zum Beispiel beim Backen oder Gemüseschneiden mit einem Kindermesser.

Frau steht in der Küche

Seien Sie vorsichtig mit gefährlichen Alltagsgegenständen

Plastiktüten, Scheren, Zündhölzer, Kordeln und andere für Kinder gefährliche Alltagsgegenstände sind häufig in Gebrauch – und entsprechend ist die Gefahr groß, dass sie versehentlich irgendwo liegengelassen werden, wo das Baby oder Kleinkind drankommt. Seien Sie immer wachsam und achten Sie darauf, womit Ihr Kind spielt!

Solange Sie kleine Kinder zu Hause haben, verzichten Sie auf Tischdecken. Ihr Kind könnte daran ziehen und beispielsweise ein heißes Getränk über sich gießen.

Frau zieht den Stecker
Frau zieht den Stecker

Räumen Sie Elektrogeräte weg und ordnen Sie den Kabelsalat

Elektrogeräte üben eine magische Anziehungskraft auf Babys und Kleinkinder aus. Wenn möglich, ziehen Sie den Stecker, wenn Sie die Geräte nicht nutzen, und legen Sie das Kabel hoch – oder räumen das Gerät am besten ganz weg. Dort, wo Kabel unvermeidbar sind, verlegen Sie sie in einem Kabelkanal oder befestigen sie an der Fußleiste.



Verhindern Sie Verbrühungen

Verbrühungen sind eine häufige Unfallursache in den ersten Lebensjahren. Beachten Sie folgende Regeln:

  • Achten Sie darauf, heiße Getränke und Suppen nicht am Tischrand abzustellen.
  • Prüfen Sie die Wassertemperatur beim Baden Ihres Kindes mit einem Thermometer.
  • Stellen Sie den Wasserkocher so auf, dass Ihr Kind nicht drankommt und ihn nicht am Kabel herunterziehen kann.
  • Trinken oder essen Sie nichts Heißes, während Ihr Kind bei Ihnen auf dem Schoß sitzt.
  • Begrenzen Sie die Heißwassertemperatur des Boilers oder des Durchlauferhitzers auf maximal 50 Grad Celsius.


Kind im Babybett

Richten Sie das Babybett minimalistisch ein

Ins Babybettchen gehört im ersten Lebensjahr nur eine nicht zu weiche Matratze – sonst nichts! Das Baby sollte in einem Schlafsack schlafen, der genau der Körpergröße entspricht – in zu große Schlafsäcke können Kinder hineinrutschen und ersticken. Gleiches gilt für Kissen, Kuscheltiere, Nestchen, weiche Matratzen und Bettdecken: Babys sind noch nicht mobil genug, um sich im Notfall aus einer misslichen Lage zu befreien. Es droht Erstickungsgefahr!

Sobald Ihr Baby beginnt, sich hochzuziehen, stellen Sie die Liegefläche des Bettchens runter. So kann Ihr Kleines nicht herausfallen.

Wenn Sie all diese Tipps zur kindersicheren Wohnung beachten und die Verhaltensregeln beherzigen, kann Ihr Kind sicher und geborgen die Welt entdecken. Kleine Kratzer und Beulen, hier und da ein Tränchen und einige Schrecksekunden gehören dazu – und sind wichtig für eine gesunde Entwicklung.

Kind im Babybett

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