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Würzburg

Gemeinsam mit AWO und SkF: Kampagne gegen häusliche Gewalt startet in Würzburg


05.11.2026

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Unter dem Motto „Nebenan knallt’s! Was kann ich tun?“ starten das Frauenhaus Würzburg der Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Frauenhaus im Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Würzburg und Vonovia eine großangelegte Aufklärungskampagne zu häuslicher Gewalt. Mit mehr als 330 Wohnungen ist Vonovia einer der wichtigsten Vermieter in Würzburg.
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Kampagne verweist niederschwellig auf Hilfsangebote

Zum Auftakt der Kampagne haben Katharina Block von der AWO Unterfranken, Franziska Hofer vom SkF Würzburg und Vinzent Schneider, Regionalleitung Bayern-Nord von Vonovia, großflächige Plakate enthüllt, die in den kommenden Tagen in den Treppenhäusern aller Häuser von Vonovia in Würzburg aufgehängt werden. Zusätzlich erhalten alle Haushalte per Briefkasten-Einwurf eine Info-Postkarte. 

Die Plakate enthalten die Kontaktdaten der Hilfsorganisationen. Die Postkarten beschreiben zudem wichtige Verhaltenstipps für Beobachter und Leidtragende von häuslicher Gewalt. Damit sensibilisieren die beiden Vereine und Vonovia die Nachbarschaft und geben Tipps, wie Bewohnerinnen und Bewohner bei Fällen häuslicher Gewalt deeskalierend wirken und gegenüber Betroffenen Unterstützung anbieten können.

Katharina Block, AWO Unterfranken: „Der gefährlichste Ort für Frauen ist oftmals das eigene Zuhause, nicht ein dunkler Park oder eine schummrige Unterführung. Aber viele Betroffene und auch Nachbarn, die mitbekommen, dass es nebenan knallt, wissen nichts von unseren Hilfsangeboten. Das soll die Kampagne nun ändern.“

Franziska Hofer, SkF Würzburg: „Unsere Kampagne mit Vonovia leistet einen wichtigen Beitrag, um direkt vor Ort, im eigenen Wohnumfeld, Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Denn Nachbarinnen und Nachbarn sind oft die einzigen, die mitbekommen, wenn’s nebenan knallt.“

Vinzent Schneider, Regionalleitung Bayern-Nord bei Vonovia: „Mit unseren Postkarten und Plakaten direkt im Umfeld der eigenen Wohnung werden Betroffene und Nachbarn für das Thema sensibilisiert und erfahren gleichzeitig, wo sie anonym und kostenfrei Unterstützung bekommen können.“

Fallzahlen häuslicher Gewalt stiegen

2024 wurden fast 266.000 Menschen von Partnern oder Familienmitgliedern misshandelt – ein Anstieg von rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so das Bundeskriminalamt. Statistisch betrachtet wird etwa alle zwei Minuten ein Mensch in Deutschland Opfer von häuslicher Gewalt, größtenteils Frauen. Experten gehen von einer großen Dunkelziffer aus, da viele Fälle angezeigt werden.

Die Kampagnenidee geht auf eine Initiative des Frauen- und Kinderschutzhaus Konstanz zurück, das eine vergleichbare Aktion erstmals im Jahr 2022 mit Vonovia ausgerollt hatte. Mittlerweile hat Vonovia die Kampagne mit lokalen Partnern in mehreren deutschen Städten erfolgreich umgesetzt. Die Kampagne in Würzburg ist die erste Kampagne dieser Art in Franken.

Bild: Vonovia / Offenblende

05.11.2026


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