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BUWOG sichert Industriedenkmal: Wasserturm auf dem MD-Gelände wird demontiert
Der Wasserturm an der Ludwig-Thoma-Straße in Dachau.
Demontage in drei Bauteilen
Der weithin sichtbare Wasserturm wird in drei große Bauteile zerlegt: den Wasserbehälter mit oberer Laufebene, den oberen und den unteren Teil der Tragkonstruktion. Für den Abbau lässt die BUWOG einen mobilen 700-Tonnen-Kran aufstellen. Die Demontage erfolgt von der Hofseite des Geländes, sodass es für den Autoverkehr auf der Ludwig-Thoma-Straße keine Einschränkungen gibt.
Während der Sanierung lagert das Unternehmen die Turmteile witterungsgeschützt auf dem Gelände. Für jedes Bauteil entsteht eine eigene Konstruktion mit Gerüst, Dach und feinmaschigem Schutznetz, die die historischen Stahlbauteile vor Niederschlag schützt und gleichzeitig eine gute Durchlüftung ermöglicht.
Michael Gerstner, Projektleiter für das MD-Gelände bei der BUWOG: „Der Wasserturm ist ein identitätsstiftendes Bauwerk und für viele Dachauerinnen und Dachauer ein vertrauter Orientierungspunkt. Die Demontage ist kein Abriss, sondern der notwendige erste Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Sanierung und einem anschließenden Wiederaufbau.“
Moritz Reinhold, Leiter des Stadtbauamts der Stadt Dachau: „Die Sanierung des Wasserturms ist ein starkes Signal für den verantwortungsvollen Umgang mit dem industriellen Erbe unserer Stadt.“
Vom Industriedenkmal zum Wohnquartier
Der Wasserturm wurde 1951 als Stahlkonstruktion errichtet und sicherte mit einem Fassungsvermögen von 240 Kubikmetern bis 2007 zeitweise die Frischwasserversorgung bei der Papierherstellung. Mit der Sanierung bewahrt die BUWOG dieses Zeugnis der Industriegeschichte Dachaus und integriert die Landmarke in die künftige Quartiersentwicklung.
Bild: Vonovia / Schebesta