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Miniwald für Osterholz: Bremens erster Tiny Forest


12.05.2026

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Maximale ökologische Vielfalt auf minimaler Fläche: Im Bremer Stadtteil Osterholz wurde der Grundstein für ein zukunftsweisendes Naturprojekt gelegt. Auf gerade einmal 100 Quadratmetern – etwa der Fläche einer großzügigen Etagenwohnung – entsteht ein kleiner Wald, der innerhalb weniger Jahre ein stabiles Ökosystem bildet. Genau so ein „Tiny Forest“ wächst nun im Bremer Stadtteil Osterholz.

Am 8. Mai wurde die Fläche hinter der Adresse „Am Siek 56“ zum Schauplatz für Nachbarschaft und Klimaschutz. Gemeinsam setzten Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Quartier rund 30 heimische Baum- und Straucharten in die Erde.

Umgesetzt wird das Projekt von der Initiative „Tiny Forests für Bremen“ des Ausspann e. V. gemeinsam mit Vonovia. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt über das Bremer Förderprogramm „Wohnen in Nachbarschaften (WiN)“, das gezielt Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität in Quartieren fördert und sich hier mit 2.950 Euro an der Umsetzung beteiligt. Den erforderlichen Eigenanteil übernimmt Vonovia und trägt damit unter anderem die Kosten für Bodenproben, Aushub und das Anlegen eines Brunnens.

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Ein Wald im Miniaturformat

Grundlage ist die Methode des japanischen Pflanzenbiologen Akira Miyawaki. Durch die besonders dichte Bepflanzung entsteht ein natürlicher Wettbewerb, der das Wachstum beschleunigt. Schon in den kommenden Jahren wird sich die Fläche sichtbar verändert:  Die Pflanzen spenden Schatten, verbessern die Luftqualität und schaffen neuen Lebensraum für Tiere im städtischen Raum.

„Wir wollen zeigen, dass man auch auf kleinen Flächen mitten im Quartier richtig viel für die Natur und die Lebensqualität tun kann. Es ist toll zu sehen, wie aus einer einfachen Grünfläche jetzt ein kleiner Urwald wird, von dem unsere Mieterinnen und Mieter direkt vor der Haustür profitieren – sei es durch die kühlere Luft im Sommer oder einfach als schöner Ort zum Verweilen. Dieser Wald wächst quasi mit der Nachbarschaft zusammen“, sagt Silke Loose, Vonovia Regionalleiterin Bremen Umland.

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Wo Pflanzen Wurzeln schlagen und Nachbarschaft wächst

Die Pflanzaktion bot Gelegenheit zum direkten Austausch im Wohnumfeld. Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedenen Altersgruppen arbeiteten gemeinsam an der Umsetzung, informierten sich über die ausgewählten Baumarten und besprachen bereits die künftige Pflege des Areals. Auf diese Weise fördert das Projekt über den ökologischen Aspekt hinaus den Kontakt innerhalb der Nachbarschaft und die Identifikation mit dem eigenen Quartier.

„Man hat heute gesehen, wie viel Kraft in so einem gemeinsamen Projekt steckt. Der Tiny Forest ist nicht nur ökologischer Gewinn, sondern bringt Menschen zusammen“, sagt Werner Wickemeyer vom Ausspann e. V.

Auftakt für weitere Projekte

Der Tiny Forest wird in den kommenden drei Jahren intensiv begleitet und gepflegt, bis er sich als selbsttragendes System etabliert hat. Erweist sich das Konzept in Osterholz als erfolgreich, könnte das Modell für weitere Quartiersprojekte in ganz Bremen dienen.

Bild: Vonovia / Hake

12.05.2026


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