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München

Kampagne gegen häusliche Gewalt in und um Fürstenfeldbruck und Starnberg gestartet


29.04.2026

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Unter dem Motto „Nebenan knallt’s! Was kann ich tun?“ starten die Vereine ‚Frauen helfen Frauen‘ in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg gemeinsam mit Vonovia eine großangelegte Aufklärungskampagne zu häuslicher Gewalt. Die Aktion mit Plakaten und Info-Postkarten soll Mieterinnen und Mieter für Vorfälle in der Nachbarschaft sensibilisieren.

Kampagne verweist niederschwellig auf Hilfsangebote

Die Plakate enthalten die Kontaktdaten der Hilfsorganisationen. Die Postkarten, die in die Briefkästen aller Vonovia-Wohnungen in den beiden Landkreisen verteilt werden, beschreiben außerdem wichtige Verhaltensempfehlungen für Beobachter und Leidtragende von häuslicher Gewalt, zum Beispiel, wie Bewohnerinnen und Bewohner bei akuten Fällen deeskalierend wirken und gegenüber Betroffenen Unterstützung anbieten können.

Andrea Pfleger, ‚Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck‘: „Der gefährlichste Ort für Frauen ist oftmals nicht der dunkle Park oder eine schummrige Unterführung, sondern das eigene Zuhause. Doch viele Betroffene und auch Nachbarn, die mitbekommen, dass es nebenan knallt, wissen nichts von unseren Hilfsangeboten. Das soll die Kampagne nun ändern und so niederschwellig wie möglich auf Angebote und Kontakte hinweisen.“

Cordula Trapp, ‚Frauen helfen Frauen Starnberg‘: „Unsere Kampagne mit Vonovia leistet einen wichtigen Beitrag, um direkt vor Ort, im eigenen Wohnumfeld, Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Der Appell an die Nachbarschaft ist deshalb besonders wichtig, weil häusliche Gewalt überwiegend in der eigenen Wohnung stattfindet. Nachbarinnen und Nachbarn sind oft die einzigen, die mitbekommen, wenn’s nebenan knallt.“

Statistisch betrachtet wird etwa alle zwei Minuten ein Mensch in Deutschland Opfer von häuslicher Gewalt, die allermeisten davon Frauen. Zu häuslicher Gewalt zählen neben psychischen, körperlichen und sexuellen Übergriffen auch Fälle von sogenannter wirtschaftlicher Gewalt, also wenn Frauen keinen oder nur stark eingeschränkten Zugang zu finanziellen Mitteln haben und dadurch in Abhängigkeit gehalten werden.

Manuela Gebhart, Regionalleitung Bayern-Süd bei Vonovia: „Ziel unserer gemeinsamen Kampagne ist es, dass möglichst viele Menschen für das Thema häusliche Gewalt sensibilisiert werden und Betroffene wissen, wo sie anonym und kostenfrei Unterstützung bekommen können. Die Botschaft ist klar: Nicht weghören, sondern Hilfe holen. So lässt sich im Fall des Falles sogar Leben retten.“

Vorbild ist Aktion im badischen Konstanz

Die Idee für die Kampagne geht auf eine Initiative des Frauen- und Kinderschutzhaus Konstanz zurück, das eine vergleichbare Aktion erstmals im Jahr 2022 mit Vonovia ausgerollt hatte. Mittlerweile hat Vonovia die Kampagne mit lokalen Partnern in mehreren deutschen Städten erfolgreich umgesetzt. Anfang des Jahres war eine Kampagne in Zusammenarbeit mit der Frauen*hilfe München in der bayerischen Landeshauptstadt gestartet.

Bild: Vonovia / Offenblende

29.04.2026


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