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Frauenhäuser Ulm und Neu-Ulm starten Aufklärungskampagne mit Vonovia


29.04.2026

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Nebenan knallt’s – was kann ich tun? Unter diesem Motto haben die Frauenhäuser Ulm und Neu-Ulm gemeinsam mit Vonovia eine Aufklärungskampagne gestartet. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Die Zahl der Gewalttaten durch Partner oder Ex-Partner gegen Frauen und Kinder steigt seit Jahren. 2024 wurden fast 266.000 Menschen von Partnern oder Familienmitgliedern misshandelt – ein Anstieg von rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so das Bundeskriminalamt. Statistisch gesehen wird alle zwei Minuten ein Mensch in den eigenen vier Wänden Opfer von Gewalt, meist Frauen. Ziel der Kampagne ist es daher, die Öffentlichkeit in Ulm und Neu-Ulm zu sensibilisieren und Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

1.700 Plakate und Postkarten im Einsatz

Anlässlich des Starts der Kampagne enthüllten Johanna Traub, Geschäftsführerin des Frauenhauses Ulm, Bettina Maruhn Leiterin des Frauenhauses Neu-Ulm und Cornelia Koller, Regionalleiterin Heidenheim bei Vonovia, die ersten Plakate. Diese werden in den kommenden Tagen in allen Treppenhäusern der Vonovia-Wohnungen in Ulm und Neu-Ulm aufgehängt. Zusätzlich erhalten alle Haushalte eine Postkarte. Auf den über 1.700 Plakaten und Karten stehen neben Kontaktdaten auch konkrete Tipps, wie man bei häuslicher Gewalt helfen kann – sei es als Betroffene oder Zeug:in. Die Botschaft ist klar: Schauen Sie nicht weg! Holen Sie Hilfe! Cornelia Koller erklärt dazu: „Mit dieser Kampagne wollen wir Betroffenen zeigen, wo sie Unterstützung finden. Gleichzeitig möchten wir die Nachbarschaft ermutigen, hinzusehen, aktiv zu helfen und so Leben zu retten.“

Johanna Traub ergänzt: „Wir wollen die Aufmerksamkeit für Gewalt an Frauen und Kindern auch in der direkten Nachbarschaft erhöhen. Häusliche Gewalt spielt sich in den meisten Fällen im privaten Umfeld ab. Eine wachsame Nachbarschaft kann für betroffene Frauen und deren Kinder lebensrettend sein.“ Bettina Maruhn fügt hinzu: „Für Frauen ist das eigene Zuhause oft der unsicherste Ort. Nachbar:innen, die nicht wegsehen, spielen eine entscheidende Rolle.“

Wohnungen für Frauen in Not

Auch beim Thema Wohnraum arbeiten die Frauenhäuser eng mit Vonovia zusammen. In beiden Städten konnten bereits Frauen mit ihren Kindern aus den Frauenhäusern in Vonovia-Wohnungen ziehen. „Wir stehen seit einigen Monaten in engem Kontakt mit den Frauenhäusern und prüfen, wie wir helfen können“, sagt Cornelia Koller. Johanna Traub und Bettina Maruhn betonen: „Die Vermittlung von Wohnraum an ehemalige Bewohnerinnen ist ein großer Erfolg. Wir danken Vonovia für diese wichtige Unterstützung.“

Vonovia hat die Kampagne nicht nur in Ulm und Neu-Ulm, sondern auch in anderen Städten in Württemberg gestartet, darunter Stuttgart, Esslingen, Göppingen und Konstanz.

In Ulm besitzt Vonovia 1.260 Wohnungen, in Neu-Ulm 268.

Bild: Vonovia / Eidenmüller

29.04.2026


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