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Gemeinsam gegen häusliche Gewalt: Frauen*hilfe München und Vonovia starten Kampagne


22.01.2026

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Unter dem Motto „Nebenan knallt’s! Was kann ich tun?“ hat die Frauen*hilfe München mit Vonovia eine großangelegte Aufklärungskampagne zu häuslicher Gewalt gestartet. Mit Plakaten in den Treppenhäusern aller Vonovia-Häuser und Postkarten wollen die Initiatoren direkt in den Nachbarschaften für das Thema sensibilisieren.

Plakate und Postkarten mit wichtigen Kontaktdaten

Die großformatigen Plakate werden an den Schwarzen Brettern im Treppenhaus der Häuser platziert und enthalten die Kontaktdaten der Beratungsstelle sowie des Rund-um-die-Uhr-Telefons der Frauen*hilfe München. Die Postkarten, die in die Briefkästen aller Wohnungen verteilt werden, geben zudem wichtige Verhaltenstipps für Beobachter und Opfer von häuslicher Gewalt. So können Nachbarn in akuten Fällen deeskalierend eingreifen und gezielte Unterstützung anbieten.

Claudia Heyne, Leitung Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising bei der Frauen*hilfe München: „Das Rund-um-die-Uhr-Telefon der Frauenhilfe ist ständig erreichbar. Aber viele Betroffene scheuen aus Angst, Abhängigkeit oder Scham vor einem Kontakt zurück oder wissen gar nicht, welche Informations- und Schutzmöglichkeiten es gibt. Die Kampagne ist ein ganz wesentlicher Beitrag dazu, Menschen vor Ort für das Thema zu sensibilisieren und Betroffene zu ermutigen, entsprechende Hilfs- und Unterstützungsangebote wahrzunehmen.“

Andrea Günther, Regionalleitung München bei Vonovia: „Das eigene Zuhause soll Geborgenheit, Schutz und Sicherheit bieten. Doch es wird für die Opfer häuslicher Gewalt zu Orten der Gefahr. Gemeinsam mit der Frauen*hilfe München wollen wir dazu beitragen, dass die Kampagne möglichst viele Menschen erreicht und unsere Mieterinnen und Mieter nicht die Ohren verschließen, wenn es nebenan knallt, sondern hinhören und helfen.“

Hohe Dunkelziffer: Viele Fälle nicht anzeigt

Statistisch betrachtet wird etwa alle zwei Minuten ein Mensch Opfer von häuslicher Gewalt – der ganz überwiegende Teil davon sind Frauen. Experten gehen von einer großen Dunkelziffer aus, da viele Fälle nicht zur Anzeige gebracht werden und daher keinen Niederschlag in den polizeilichen Zahlen finden.

Die Kampagne soll so niederschwellig wie möglich Hilfsangebote und Kontaktdaten der Frauen*hilfe direkt im häuslichen Umfeld am Schwarzen Brett und in den Briefkästen publik machen.  

Kampagnenidee aus Konstanz

Die Idee für die Kampagne geht auf eine Initiative des Frauen- und Kinderschutzhaus Konstanz zurück, das eine vergleichbare Aktion erstmals im Jahr 2022 mit Vonovia ausgerollt hatte. Mittlerweile hat Vonovia die Kampagne mit jeweils lokalen Partnern in mehreren deutschen Städten erfolgreich umgesetzt.

Bild: Vonovia

22.01.2026


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