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Biene in einer Wildblumenwiese
Nachhaltigkeit

Biodiversität

Biodiversität bedeutet:die Vielfalt zwischen den verschiedenen Pflanzen- und Tierarten (Artenvielfalt), die Vielfalt der verschiedenen Lebensräume (Biotopvielfalt) und die genetische Vielfalt. Also jene Vielfalt innerhalb der einzelnen Arten, die sie anpassungsfähig für Veränderungen der Umwelt und damit überlebensfähig machen. Dass jeden Tag rund 100 Tier- und Pflanzenarten für immer von der Erde verschwinden, hat Vonovia zum Handeln veranlasst.

Mit ihrer Biodiversitätsstrategie will Vonovia im eigenen Wohnumfeld die Lebensgrundlage für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten schaffen. Der dramatische Verlust von Biodiversität stellt eine ebenso große Bedrohung für die Menschheit dar wie der Klimawandel.


Baumpflanzaktion Nabu und Vonovia

Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V

Auch unsere gemeinsamen Projekte mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V., kurz NABU,  dienen dem klimafreundlichen Agieren im Quartier. Ziel dieser Projekte ist es, die biologische Vielfalt in den Quartieren zu fördern und durch Um- bzw. Neugestaltung adäquate neue Lebensräume für Tier-, Pflanzen- und Pilzarten zu schaffen.
Zusammen mit dem NABU wandeln wir Grünflächen in Lebens- und Rückzugsräume für Vögel und Insekten um. So legen wir beispielsweise gemeinsam Wildblumenwiesen an und sorgen mit Hilfe von Insektenhotels und Nisthilfen für Rückzugsräume an Fassaden und auf Grünflächen.

Biodiversitätsförderndes Handeln bedarf auch der Partizipation und Akzeptanz innerhalb der Mieterschaft. Um für die biologische Vielfalt im Wohnumfeld bei Vonovia zu sensibilisieren, werden im Frühjahr vom NABU durchgeführte Quartiersspaziergänge erstmals in Bochum-Weitmar stattfinden sowie weitere biodiversitätsfördernde Aktionen initiiert.


Baumpflanzaktion Nabu und Vonovia

Projekt in Bochum


Wildblumenwiese in Duisburg
Wildblumenwiese mit Insektenhabitat in Duisburg.

Vonovia setzt bei ökologischer Vielfalt auf Expertise

Klimaschutz, Tier- und Artenvielfalt: Diese Themen werden immer wichtiger und spielen bei Vonovia eine herausragende Rolle. Längst hat sich das Wohnungsunternehmen auf den Weg gemacht, um seine Quartiere fit zu machen für alle Wetterlagen. Setzt auf resiliente Bäume und Pflanzen – also solche, die allen Wettern trotzen, die in den Quartieren Schatten spenden und diese im Sommer vor Überhitzung schützen. Um Mensch, Tier und Pflanzen Raum zum Leben zu geben, arbeitet Vonovia mit dem Naturschutzbund Deutschland zusammen, baut Habitate und legt Wildblumenwiesen an. Damit alle Maßnahmen Hand in Hand gehen, ist große Expertise erforderlich. Dafür steht unter anderem Ulli Pinick, Landschaftsarchitekt bei Vonovia. Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen vom Wohnumfeldservice stellt er die Weichen für die ökologische Vielfalt des Unternehmens.
Wildblumenwiese in Duisburg
Wildblumenwiese mit Insektenhabitat in Duisburg.

Landschaftsarchitekt Ulli Pinick – unterwegs in grüner Mission

„In die Hecke geht der Spatz nur zum Chillen. Er ist ziemlich gesellig und hat Spaß. Das Singledasein liegt ihm nicht.“ Ullrich Pinick weiß wovon er spricht. Seit 2006 plant der Landschaftsarchitekt Freianlagen für die Wohnungswirtschaft und kümmert sich auch darum, dass Spatzen oder Mauersegler in Siedlungen Platz zum Leben haben. Seit 2016 ist Pinick im Dienste von Vonovia in grüner Mission unterwegs. Doch während es früher in erster Linie darum ging, Freiflächen anzulegen und effizient zu bewirtschaften, werden heute Klimaschutz und damit verbunden Tier- und Pflanzenvielfalt immer wichtiger bei seiner Arbeit.

„Heute müssen wir immer daran denken, dass wir es mit extremen Wetterlagen zu tun haben. Wir bemerken seit gut zwei Jahren die stärksten Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte. Darum sollten wir schnellstens neue Lösungen für das Wassermanagement, die Mobilität, das Artensterben und den Klimawandel finden“, sagt Pinick, der im Geschäftsbereich Wohnumfeldservice arbeitet. Bäume, so der gelernte Gärtner, die heute noch wie selbstverständlich im Quartier wachsen, „werden in fünf bis zehn Jahren hier nicht mehr heimisch sein. Die Eberesche, die Fichte, Kiefer, Buche und Kastanie sind bedroht.“

Längst setzt Vonovia daher auf resiliente Bäume und Pflanzen – also solche, die den Wettern trotzen, die in den Quartieren Schatten spenden und diese im Sommer vor Überhitzung schützen. Zukünftig werden diese Bäume vermehrt in Bodensenken stehen, in denen das Regenwasser wie in einem Schwamm langsam vom Boden aufgesogen wird, während es gleichzeitig verdunstet und das Quartier abkühlt.

Ulli, so nennen ihn seine Kollegen vom Wohnumfeldservice, bereist bundesweit Quartiere von Vonovia und überzeugt sich vor Ort davon, was geht und was nicht. Dann zieht er seine grün-schwarze Arbeitsjacke an und kriecht auch schon mal ins Unterholz. Er weiß, wie wichtig es ist, Mieterinnen und Mieter und selbstverständlich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon zu überzeugen, neue und ungewohnte Wege zu gehen, um Hitze, Starkregen oder Artensterben zu begegnen. Ein Instrument auf diesem Weg sind auch die Wildblumenwiesen. „Mit ihnen schaffen wir Bereiche, in denen das Wasser verdunsten und langsam versickern kann. Sie können den Wechsel aus nass und trocken aushalten. Ein klassischer Gebrauchs- oder Golfrasen kann das nicht so gut. „Aber für unsere Mieter ist er von großer Bedeutung. Denn sie nutzen ihn zum Sonnen und Spielen“, sagt Pinick (r.).

Bei Vonovia entwickelt der gebürtige Berliner gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des WUS standardisierte Bau- und Vegetationslösungen. Gemeinsam mit Vitalijs Burmakins, strategischer Projektleiter (WUS), hat er die bundesweite Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) ins Leben gerufen und dafür gesorgt, dass mehr ökologische Vielfalt in die Quartiere einzieht. Während Burmakins hierbei Ansprechpartner für alles Organisatorische ist und den Rahmen für die gute Kooperation setzt, nimmt Uli Pinick die praktischen Dinge in die Hand. So nimmt er die Freianlage und das ökologische System in ihrer Gesamtheit wahr. Also nicht nur den direkten Ort, auch das Umland. Gibt es einen angrenzenden Wald? Wo sind Frischluftschneisen? Sind Wanderwege von bestimmten Tierarten wie Amphibien zu erkennen? „Dabei hilft oft auch ein kurzes Gespräch mit den Mietern“, berichtet Pinick, welche Wünsche an ihn herangetragen werden. Für den einen steht der Baum zu dicht am Gebäude. Ein anderer wünscht sich mehr Grün und mehr Spielplatz oder einen Stellplatz für sein Auto.

Die gesammelten Daten und Erkenntnisse arbeitet der Mann mit dem grünen Daumen dann im Büro in die Planungen ein. Er fragt Fachinformationen ab. Was sagt der Baumgutachter? Wo ist eine Feuerwehrzufahrt zu berücksichtigen? Welche geschützten Tiere leben im Quartier? All das fließt ein in einen konstruierten Plan oder in ein Bauteil. Natürlich geht Pinick mit der Zeit. Denn mittlerweile hat der digitale Stift des Tablets den alten Bleistift ersetzt, so dass Konstruktionen und Pflanzpläne immer häufiger im digitalen 3D-Modell erarbeitet werden. „Wir können zukünftig im digitalen Modell wesentlich genauer und ökologisch nachhaltiger planen, bauen und bewirtschaften als bisher“, sagt der Experte.
Privat hat der 54-Jährige natürlich auch einen Garten. „Der ist sehr pflegeleicht und naturnah angelegt“, sagt er. Neben Rasen, gibt es Bergkiefern und Birken und eine Wildblumenwiese samt Nisthilfe. „Ich bin von diesem Modell überzeugt. Das ist im Kleinen ebenso gut wie im Großen bei Vonovia.“ Zum Chillen geht Ulli Pinick übrigens ins heimische Grün.

Warum Wildblumenwiesen in den Quartieren immer wichtiger werden oder warum eine braune Wiese kein Unkraut ist

In 2020 wurden bei Vonovia 100.000 Quadratmeter Wildblumenwiesen angelegt, die Lebensgrundlage vieler Tiere und Pflanzen sind. War das eine einmalige Aktion?

Wildblumenwiesen sollen auch zukünftig in den Quartieren eine Rolle spielen. Jede Region kann die Anlage dieser Wiesen samt Habitat bzw. Nisthilfe aus Robinie, Sandarium (Sandbad für Spatzen und Nisthilfe für Bienen) beim Wohnumfeldservice in Auftrag geben. Jedes Habitat wird nach Standards realisiert, die gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) erarbeiteten wurden.

Warum sollten die Regionen Wildblumenwiesen in ihren Beständen anlegen?

Der Vorteil einer solchen Wiese besteht in ihrer Vitalität. Sie benötigt kaum Pflege und Wässerung. Sie passt sich schrittweise dem Klimawandel an. Und natürlich bietet sie Nahrung und Wohnung für Insekten und Kleintiere wie Vögel, Igel oder Fledermäuse.

Welchen Vorteil hat eine Wildblumenwiese, die durch eine Saatmischung entstanden ist?

Speziell zusammen gestellte Saatgutmischungen sind auf den Standort unter lokalen, kleinklimatischen Bedingungen abgestimmt. Oft steht die Wiese bereits im ersten Vegetationsjahr in voller Blüte und kann durch die Insekten als Nahrungspflanze genutzt werden. In Kombination mit der Nisthilfe werden diese Wiesen sofort besiedelt. Bei Bedarf können sie mit Obstbäumen bepflanzt werden, die das Nahrungsangebot für die Insekten und Kleintiere ergänzen. Mieter oder Schulklassen können sie bei Interesse mit betreuen und nutzen. Um für den Mieter deutlich als Wildblumenwiese erkennbar zu sein, sollte um sie herum ein ca. 2 Meter breiter Streifen gemäht werden.

Was ist ein Gebrauchsrasen?

Eine speziell angefertigte Mischung aus verschiedenen Gräsern, die bei konstant kurzem Schnitt eine robuste Rasendecke entwickeln. Diese Flächen halten intensive Nutzung als Liege- und Spielweise schadlos aus. Dafür werden sie regelmäßig gepflegt und bewässert. Auf einem solchen Rasen sind keine Blüten zu finden.

Warum kann man einen Gebrauchsrasen nicht sich selbst überlassen?

Könnte man. Aber die Entwicklung zu einem Biotop kann bis zu vier Jahren dauern. Da das Artensterben in vollem Gang ist, zählt jedes Jahr. Je schneller den Insekten der Lebensraum zur Verfügung steht, umso effizienter kann sich der Bestand erholen bzw. vitalisieren.

Ist eine braune Wiese Unkraut?

Nein. Zum Ende der Vegetationsperiode, im Herbst, verblühen die Stauden und Gräser und werden braun; die größeren Rasenhalme und Stauden biegen sich um und legen sich auf den Boden. Die abgestorbenen Pflanzen bilden so ein stabiles Dach über dem Boden. Darunter und darin finden die Insekten (fast 70 % der einzeln lebenden Wildbienen brüten im Boden) dann genügend Räume, Ecken, Nischen und Winkel, um sich zurück zu ziehen. Braun heißt nicht gleich abgestorben.




Piko Park in Dortmund Westerfilde
Piko Park in Dortmund Westerfilde

PikoPark: Ein Stück Wildnis in der Großstadt

Es duftet nach Provence in Dortmund-Westerfilde. Das sonore Dauerbrummen der Bienen wirkt beruhigend. „Diese Kräuter – einfach wunderbar“. Gülseren Guelay ist begeistert, wenn sie ihre Runde durch den PikoPark vorbei an Rosmarin und Thymian dreht.

So wie ihr geht es vielen Mieterinnen und Mietern, die zwischen den Häusern am Kiepeweg und Am Luftschacht vor ihrer Haustür einen kleinen naturnahen Park gebaut haben. Dort, wo einst trister Rasen war, ist ein buntes Stück Natur als Beitrag für die Umwelt entstanden.

Dass die ehemalige 300 Quadratmeter Rasenfläche inzwischen ein Hotspot für Pflanzen und Insekten geworden ist, geht auf eine Initiative des Wissenschaftsladens Bonn e.V. in Kooperation mit Vonovia und mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums zurück. Gemeinsam mit den Mietern haben sie ein Stück Natur geschaffen, das die Artenvielfalt fördert und das Wohlbefinden der Menschen im Quartier steigert.


Piko Park in Dortmund Westerfilde

„Der PikoPark macht sich sehr gut und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Jetzt gerade blüht er wieder zauberhaft“, sagt Nora Woker, zuständig für die operative Projektleitung Westerfilde bei Vonovia. Sie erinnert an die Anfänge in 2017. Damals ging es mit einzelnen Workshops los, in denen die Bewohner ihre Ideen einbringen konnten. Und so entstanden nach und nach Gehweg, Wohlfühlpfad, Rosenhügel und viel Fläche für Disteln, Malven, Königskerzen, Schafgarbe. Ein Stück Wildnis mitten in der Großstadt.

Einige Mieterinnen und Mieter beteiligen sich heute an der Pflege und Entwicklung des Parks. Aber tatsächlich erfordert dieses naturnahe Stück jährlich nur drei Pflegeeinsätze. Helfende Hände werden vor allem für die Bewässerung gebraucht. Aber auch hier haben zwei Mieterinnen die Verantwortung übernommen, den Park an warmen Tagen täglich zu versorgen.

„Es hat ein wenig gedauert bis die Mieterinnen und Mieter verstanden haben, dass ein naturnaher Garten kein Ziergarten wie aus dem Bilderbuch ist und dass Unkraut darunterliegende Saat schützt, damit im nächsten Jahr neue Pflanzen entstehen können. Dadurch wirkt der Garten zwischendurch wild und teilweise auch ungepflegt. Aber das stimmt natürlich nicht“, beschreibt Nora Woker die Entwicklung. Um die Mieterinnen und Mieter besser aufzuklären, wurden im gesamten Park Info-Schilder aufgestellt. Darauf wird erläutert, was genau und an welcher Stelle in ihrem PikoPark passiert.

Piko Park in Dortmund Westerfilde
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