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Der Fetscherplatz in Dresden - Die Nahtstelle als architektonisches Thema

Dresden, 15.08.2016. Der Fetscherplatz in Dresden besitzt eine städtebaulich sehr wichtige und interessante Lage. Hier soll in Zukunft neuer Vonovia Wohnraum entstehen. Mögliche Planungskonzepte sollen für diesen Ort eine Lösung finden. Die verschiedenen städtebaulichen Leitbilder, die dort zusammentreffen gilt es miteinander zu verbinden. Diesen verantwortungsvollen Prozess hat Vonovia gemeinsam mit der Stadt Dresden und der Technischen Universität Dresden mit einem studentischen Ideenwettbewerb, unter dem Titel „HolzStadtWohnen“, Holz in der Stadt, gestartet.

 

Im Rahmen der Jurysitzung am 11. August wurden verschiedene Konzepte aus diesem Ideenwettbewerb prämiert. Diese dienen unter anderem als Impulse für den weiteren Planungsweg.

 

"Als Lehrstuhl für Wohnungsbau an der TU Dresden freuen wir uns darüber, die Projekte unserer Studierenden in die aktuelle Wohnungsbaudiskussion für diesen städtischen Ort mit einbringen zu können. Zahlreiche Aspekte der studentischen Entwürfe können sicherlich Impulse für die Weiterentwicklung des Areals geben und auf unterschiedlichen Maßstabsebenen Anknüpfungspunkte für die städtebauliche und hochbauliche Diskussion im Umfeld des Fetscherplatz bilden“, erläutert Prof. Carsten Lorenzen, Lehrstuhl Wohnbauten TU Dresden das Engagement seiner Studenten und  Diplomanden.

 

Zusammengefasst lautete die Aufgabenstellung: Der westliche Grundstücksbereich des Blockes zum Fetscherplatz soll hinsichtlich einer möglichen Bebauung untersucht werden.

 

"Unmittelbar an den Fetscherplatz, angrenzend zwischen Nicolaistraße und Striesener Straße, waren im Zuge einer nachträglichen Verdichtung in den 1980er Jahren zwei einzelne Wohnblöcke entstanden, welche weder die Struktur der dort vorhandenen Zeilen aufgreifen noch sich an der gründerzeitlichen Stadtstruktur orientieren", erläutert Anja Heckmann, Abteilungsleiterin Stadtplanung Innenstadt, die städtebauliche Situation. "Der kleinere der beiden Wohnblöcke wurde abgebrochen. Kann es gelingen, den zweiten Wohnblock in eine neue, zukunftsfähige Struktur zu integrieren oder ist auch hier der Rückbau sinnvoller, um die sich derzeit als städtebauliche Fehlstelle darstellende Fläche mit einer dem Standort angemessenen Urbanität zu entwickeln? Liegt die städtebauliche Orientierung für eine Wiederbebauung dieses Grundstücks in einer Rückbesinnung auf die Gründerzeit, sind die Strukturen des Wiederaufbaus tragfähig, oder gibt es Ansätze für eine Synthese oder gar gänzlich Neues für die Erschließung dieses Potentials?", fasste Heckmann die Fragen an die Wettbewerbsteilnehmer zusammen.

 

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Stadt Dresden und der TU Dresden dieses Projekt durchgeführt haben und sind durch die interessanten Arbeiten mit den verschiedenen Lösungsansätzen bestätigt worden diese komplexe Aufgabe den Studenten (als Experimentierfeld) gestellt zu haben. Es ist bemerkenswert, welche Detailtiefe in der Kürze des Semesters in vielen Arbeiten erreicht wurde“, meint Siegfried Berg, Leiter Städtebau und Grundstücksmanagement der Vonovia.

 

Dabei geht es nicht nur um die Thematik des Städtebaus sondern auch um die Lösung eines umso wichtigeren Themas. „In fast allen größeren Städten Deutschlands existiert derzeit eine erhöhte Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum. Wohnungsbaugesellschaften stehen unter einem hohen Zeit- und Kostendruck, auch um Mieten bezahlbar zu halten. Ein Fokus liegt unter anderem bei alternativen Baumethoden. Hierbei können neue Technologien im Holzbau oder Mischkonstruktionen aus herkömmlichen Bausystemen und Holzelementen eine interessante Alternative bilden. Durch die Möglichkeit der Vorfertigung von ganzen

Elementen und deren termingerechte Anlieferung auf der Baustelle können Bauabläufe verkürzt und dadurch auch Kosten gespart werden. Auch hinsichtlich ökologischer Gesichtspunkte bietet Holz im Geschosswohnungsbau eine interessante Alternative“, erläutert Martina Pansa, Vonovia Geschäftsführerin Region Südost die Ansätze der Vorschläge.

 

„Wir sehen viel Potential, hier mit unseren Partnern das Projekt zügig voranzutreiben“, freut sich Pansa.

 

 

Der Preisträger in der Kategorie „Junge Studierende“:

 

Einar Borchardt, Julian Dippel

 

 

Der Preisträger in der Kategorie „ Diplomanden/Vertiefungsentwerfer“:


Nadine Aepfler