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Servicemeldung

„Digital First“: Großes Potential für Nachbarschafts-Apps

  • Ein Drittel der Deutschen kann sich vorstellen, Nachbarschafts-Apps zu nutzen
  • Mittdreißiger sind die größte Zielgruppe
  • Westen mit größeren Ressentiments gegenüber den Apps als der Osten

Bochum, 18.10.2018 Die Digitalisierung schreitet unaufhörlich voran und hält mittlerweile auch in der Nachbarschaft Einzug. Derzeit nutzen in Deutschland etwa fünf Prozent der Menschen bereits eine Nachbarschafts-App. Eine repräsentative Studie von Vonovia zeigt nun, dass die potentielle Gruppe von Nutzern solcher Apps deutlich größer ist. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Kantar-Emnid im Auftrag von Vonovia mehr als 1000 Menschen aus allen Regionen Deutschlands.   

Nachbarschafts-Apps mit großem Potential

Auch wenn die Mehrheit der Befragten aktuell noch keine Nachbarschafts-Apps nutzt, bescheinigt die Studie diesen sozialen Kanälen eine erfolgreiche Zukunft. Laut der Umfrage kann sich rund ein Drittel der Befragten vorstellen, mit Nachbarn über eine App zu kommunizieren. Sowohl Frauen (32%) als auch Männer (28%) geben demnach an, dass sie der künftigen Nutzung solcher Apps positiv gegenüberstehen. 

Während Schüler von sich sagen, dass sie tendenziell keine Freunde von der digitalen nachbarschaftlichen Kommunikation sind, geben insbesondere Abiturienten und Studenten mit 42 Prozent an, sich die Nutzung einer Nachbarschafts-App vorstellen zu können. Die aktuell größte Nutzergruppe von Apps wie „nebenan.de“ oder „Nextdoor“ sind die Befragten zwischen 40 und 49 Jahren. Laut der Studie sind bereits 15 Prozent von ihnen auf diesem Weg mit der Nachbarschaft in Kontakt.

Mittdreißiger zeigen Interesse

Das größte Wachstumspotential haben die Apps bei den 30 bis 39 Jahre alten Befragten. Von ihnen können sich 46 Prozent vorstellen, eine Nachbarschafts-App künftig zu nutzen. Demgegenüber stehen die sehr jungen Befragten zwischen 14 und 29 Jahren sowie die Befragten über 50. Hier geben 67 Prozent an, dass sie weder eine App zur Kommunikation mit den Nachbarn nutzen, noch sich eine solche Nutzung vorstellen können.  

Bei der Größe des Haushalts gilt laut der Studie von Vonovia: Je weniger Personen im Haushalt leben, desto eher sind die Befragten einer Nachbarschafts-Apps geneigt. Während es sich immerhin etwa ein Viertel der Menschen aus einem Haushalt mit mehr als vier Personen vorstellen kann auf diesem Wege mit den Nachbarn zu kommunizieren, sind es bei einem Haushalt mit zwei Personen bereits 31 Prozent und bei einem Singlehaushalt 34 Prozent.

Der Westen mit Ressentiments

Tendenziell sehen die Befragten aus Westdeutschland weniger Vorteile bei der Nutzung solcher Apps als die ostdeutschen Befragten. Während in Ostdeutschland etwas mehr als die Hälfte der Befragten angibt, keine Nachbarschafts-App zu nutzen, sind es in Westdeutschland insgesamt sogar 62 Prozent. Insbesondere die Hessen geben mit 80 Prozent an, keine solche App zu nutzen oder nutzen zu wollen. Die Befragten aus Berlin und Brandenburg sind den Apps dahingegen sehr zugetan.

Die Studie zeigt, dass Nachbarschafts-Apps in Zukunft eine deutlich größere Rolle einnehmen könnten als bisher. Trotz einiger demographischer und regionaler Unterschiede sagt immerhin ein Drittel der Deutschen, sich eine solche Nutzung künftig vorstellen zu können. Somit könnten Menschen in Zukunft deutlich schneller miteinander in Kontakt kommen und die Nachbarschaft zu einem lebendigeren und kommunikativeren Ort machen.


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