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Ergebnis zum 30. September 2018

Operatives Ergebnis im Berichtszeitraum gesteigert; Vonovia geht auf Mieter zu und passt ab 2019 Modernisierungsstrategie an: Keine umfassenden energetischen Modernisierungen, die Mieter mehr als 2 € pro Quadratmeter kosten

  • Vonovia steigert operatives Ergebnis (FFO 1) in den ersten 9 Monaten 2018.
  • Für Gesamtjahr 2018 Aufwendungen für Instandhaltung von rund 410 Mio. € erwartet (+ 18% ggü. Vorjahr).
  • Positiver Ausblick auf das Gesamtjahr 2018 und auf das Jahr 2019.
  • Vonovia wird im Modernisierungsprogramm 2019/2020 keine umfassenden energetischen Modernisierungen durchführen; Keine Umlage über 2 € pro Quadratmeter. Damit reduziert sich das Investitionsvolumen in energetische Modernisierung um 40 %.
  • Investitionskapazität für 2019 insgesamt erhöht; Volumen in Höhe von 1,3 Mrd. € bis 1,6 Mrd. € erwartet; Vonovia schichtet um und wird mehr dringend benötigte kleinere und altersgerechte Wohnungen bauen.

Bochum, 6. Dezember 2018
– Die Geschäfte der Vonovia SE („Vonovia“) haben sich zwischen Januar und September 2018 gut entwickelt. So steigerte Vonovia das FFO 1 (Funds from Operations; Operatives Ergebnis nach Zinsen und Steuern; ohne BUWOG) gegenüber der Vergleichsperiode 2017 um 12,7 % auf 778,2 Mio. € (9M 2017: 690,5 Mio. €). Gründe sind vor allem der Ergebnisbeitrag von Victoria Park in Schweden, ein besseres Finanzergebnis sowie die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnungen und der niedrige Leerstand.  
Das FFO 1 pro Aktie erhöhte sich um 5,6 % auf 1,50 € (9M2017: 1,42 €).

Das bereinigte EBITDA Value-add Business (Handwerker und wohnungsnahe Dienstleistungen wie die Wohneigentumsverwaltung, Kabelfernsehen und Messdienstleistungen) lag in den ersten neun Monaten 2018 mit 90,7 Mio. € um 19,3 % über dem Vorjahreswert (9M2017: 76,0 Mio. €). Der Zinsaufwand FFO 1 lag mit 189,2 Mio. € um rund 13 % unter dem Vorjahresniveau (9M2017: 216,5 Mio. €).


Investitionen in energetische Sanierung um 40 % reduziert


„Wir haben unseren Bestand vor einigen Jahren unter energetischen Gesichtspunkten umfassend analysiert und sind zu der Erkenntnis gelangt, dass wir vor allem die Häuser aus den 1950er, 1960er und 1970er Jahren grundlegend modernisieren müssen, um CO²-Emissionen zu reduzieren. Wir sind systematisch vorgegangen und können den geforderten hohen EnEV-Standard problemlos erwirken. Wir stellen jedoch fest, dass die Akzeptanz für aufwendige energetische Modernisierung fehlt und viele Mieter auch finanziell nicht in der Lage sind, die damit verbundenen Mieterhöhungen zu tragen. Unsere Kunden stehen für uns im Mittelpunkt. Wir haben daher unseren Beitrag zur energetischen Sanierung überprüft. Wir haben uns entschieden, die für das Programm 2019/2020 geplanten aufwendigen Modernisierungsprojekte, die zu einer Mieterhöhung von mehr als 2 € pro Quadratmeter führen würden, nicht zu realisieren. Wir reduzieren damit unsere Investitionen in die energetische Sanierung um 40 %. Unsere Sanierungsquote von bisher 5 % reduzieren wir auf 3 %, was immer noch dem Zielkorridor der Bundesregierung entspricht“, sagt Buch, Vorstandsvorsitzender von Vonovia. Bundesweit liegt die Quote bei rund 1 %.


Vonovia sichert zu: Kein Mieter soll ausziehen müssen


„Wir versichern: Kein Mieter soll aufgrund einer Modernisierung ausziehen müssen“, sagt Rolf Buch. Bei den laufenden Projekten sichert Vonovia allen Mietern, die soziale oder wirtschaftliche Härte anmelden, eine sorgfältige Prüfung und ein kulantes Vorgehen zu. Hierfür werden Mittel in signifikanter Höhe bereitgestellt. Bis Jahresende werden bundesweit 24 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, die sich ausschließlich um das persönliche Härtefallmanagement vor Ort kümmern.  
Zudem arbeitet Vonovia kontinuierlich daran, den Dialog mit den Mietern zu verbessern. Im Vorfeld von umfassenden Modernisierungsmaßnahmen führt Vonovia verstärkt Mieterversammlungen durch, während der Maßnahmen können alle Fragen in Mietersprechstunden vor Ort geklärt werden. Zudem enthält bereits die formale Ankündigung weit im Vorfeld der Modernisierung den klaren Hinweis auf das Härtefallmanagement.


Neues Konzept für Klimaschutz wird erarbeitet


„Wir sind uns bewusst, dass wir uns im Spannungsverhältnis Klimaschutz und Mieterschutz für die Mieter entschieden haben. Aber der Klimaschutz braucht ebenso Lösungen“, führt Rolf Buch weiter aus. Daher werden unter der Leitung von Klaus Freiberg, der bei Vonovia als Vorstand das operative Geschäft verantwortet, Konzepte entwickelt, die dazu beitragen sollen, Antworten auf die großen Herausforderungen der Wohnungswirtschaft im Spannungsfeld zwischen Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Flächenverbrauch und zeitgemäßem Wohnen zu geben.

Das Portfolio von Vonovia umfasst derzeit rund 400.000 Wohnungen, davon etwa 23.000 in Österreich und 14.000 in Schweden. Zusätzlich verwaltet das Unternehmen rund 84.000 Wohnungen für Dritte. Der Leerstand der Wohnungen verringerte sich auf 2,7 % (30. September 2017: 2,9 %). Die Mieteinnahmen lagen bei 1.287,6 Mio. € (ohne BUWOG). Marktbedingt stiegen die Mieten um 1,5 %. Durch die Investitionen in die Qualität der Gebäude und Wohnungen stieg die Miete darüber hinaus um 2,5 %. Neubau und Aufstockung trugen mit einem Plus von 0,1 % zur Mietentwicklung bei. Die monatliche Miete pro Quadratmeter im Deutschland-Portfolio von Vonovia lag bei 6,45 €.


Neubau dringend benötigter Wohnungen in den Städten


Vonovia plant bis Jahresende rund 600 Wohnungen fertigzustellen, weitere rund 1.000 werden begonnen oder beauftragt. Diese haben eine Größe von durchschnittlich 60 bis 70 Quadratmeter. Auch in den altersgerechten Umbau von Wohnungen investiert das Unternehmen. „Damit unterstützen wir den Trend hin zu kleineren und marktgerechten Wohnungen und realisieren das, was die Gesellschaft am dringendsten braucht, um die Wohnungsknappheit in den Städten zu lindern“, sagt Rolf Buch.  
2019 möchte Vonovia das Volumen auf bis zu 2.900 Wohnungen erhöhen. „Allerdings machen die Rahmenbedingungen das Bauen derzeit nicht leicht“, sagt Buch. „Wir benötigen schnellere Planungs- und Baugenehmigungsverfahren, ein abgespecktes Baurecht und mehr Baukapazitäten.“


Quartiersentwicklung vorangetrieben


Vonovia engagiert sich weiterhin für die nachhaltige Entwicklung von Quartieren. In Essen hat das Unternehmen in Kooperation mit dem Dienstleister Humanika eine Demenz-WG für zehn Bewohner eingerichtet. „Auch das ist ein wichtiges Thema, mit dem wir uns beschäftigen“, sagt Buch. „Im Alter stellt sich nicht allein die Wahl zwischen dem eigenen Zuhause und der Betreuung im Pflegeheim. Es gibt viele Konzepte dazwischen. Diese müssen wir ausbauen und fördern, um ein tragfähiges Pflegesystem für die Zukunft sicherzustellen.“ Vonovia plant Demenzeinrichtungen auch an weiteren Standorten anzubieten.


Positiver Ausblick für 2019; Dividende in Höhe von 1,44 € je Aktie für 2018 geplant

Aufgrund der starken operativen Entwicklung in den ersten neun Monaten 2018 bestätigt Vonovia die Prognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen erwartet ein FFO 1 zwischen 1,05 Mrd. € und 1,07 Mrd. € (inkl. BUWOG). Damit wird das FFO 1 voraussichtlich um rund 15 % über dem Vorjahreswert liegen (2017: 920,8 Mio. €). Es ist geplant, der Hauptversammlung im Mai 2019 eine Dividende in Höhe von 1,44 € je Aktie vorzuschlagen. Das entspricht gegenüber 2017 einem Plus von 0,12 € und einer Dividendenrendite von 3,4 % bezogen auf den Schlusskurs vom 30. November 2018. 2019 erwartet Vonovia ein FFO (inkl. BUWOG) in Höhe von 1,14 Mrd. € bis 1,19 Mrd. €.
Das Investitionsvolumen wird für das Gesamtjahr 2018 voraussichtlich bei rund 1 Mrd. € liegen, die Aufwendungen für Instandhaltung, die alleine Vonovia trägt, werden auf rund 410 Mio. € steigen (2017: rund 346,2 Mio. €). 2019 werden die Investitionen mit einem Volumen von rund 1,3 Mrd. € bis 1,6 Mrd. € deutlich steigen. Vonovia hat allerdings die Investitionen umgeschichtet und wird deutlich mehr in Neubau, den altersgerechten Umbau und in Projekte in Schweden investieren. Die energetische Modernisierung in Deutschland wird Vonovia ab 2019 um 40 % reduzieren. 

Der Bericht über die ersten neun Monate 2018: http://reports.vonovia.de/2018/q3/de

Weitere Informationen im Pressebereich.

Finanzkalender 2018/ 2019


7. März 2019: Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018
7. Mai 2019: Zwischenbericht für die ersten drei Monate 2019
16. Mai 2019: Hauptversammlung
2. August 2019: Halbjahresbericht 2019
5. November 2019: Zwischenbericht für die ersten neun Monate 2019

06. Dezember 2018

Downloadmaterial zu unseren Neun-Monats-Ergebnissen 2018

Hier können Sie Pressemitteilung und die Pressecharts zu den Neun-Monats-Ergebnissen in deutsch und englisch herunterladen.

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