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Pressemitteilung

Gorbitz wird bunter: Nachwuchsarchiteken entwerfen Farbkonzept für Hochhäuser

Dresden, 17. April 2019. Stadtvierteln mit Farbe neuen Charme verleihen. Architekturstudierende der Technischen Universität Dresden (TUD) haben Farbkonzepte für die Gestaltung von Wohnhochhäusern der Vonovia in Dresden-Gorbitz erarbeitet. Um die praxisnahe Ausbildung zu unterstützen hatte das Unternehmen bereits zum zweiten Mal einen Wettbewerb ausgelobt: Alle Teilnehmer konnten ihre Ideen einer Jury präsentieren, die Sieger wurden mit Sachpreisen (Fachliteratur) ausgezeichnet. Ziel war es, Vonovia-Gebäude in Dresden schöner und moderner zu gestalten und jungen Nachwuchsarchitekten die Möglichkeit zu geben, konkrete Ideen für die Praxis zu entwickeln.

Vonovia plant Sanierung von vier Wohnhochhäusern
Gleich zu Beginn ihres Studiums, im ersten Semester, erhielten die zukünftigen Architekten damit eine anspruchsvolle Aufgabe: „Wir sanieren in diesem Jahr in Dresden-Gorbitz das Wohnhochhaus Braunsdorfer Str. 125“, erläutert Martina Pansa, bei Vonovia zuständig für die Wohnungen in Dresden. Ganz in der Nähe, am Amalie-Dietrich-Platz 7/8/9, befinden sich drei weitere Hochhäuser, die mittelfristig ebenfalls saniert werden sollen. Dabei handelt es sich um Plattenbauten mit 17 Stockwerken und 208 Wohneinheiten, vorrangig mit 1-Raum-Wohnungen.

Anspruchsvolle Aufgabe für TU-Erstsemester
Vonovia hatte die Studierenden eingeladen, Vorschläge zu erarbeiten, wie sich die Fassaden der vier baugleichen Wohnhochhäuser modern und ansprechend gestalten lassen. Dabei ließ der Bauherr den jungen Leuten bewusst große Freiheiten: „Die Kreativität der Studierenden steht im Mittelpunkt, wir haben nur einen groben Rahmen vorgegeben“, sagt Martina Pansa. Zum Beispiel war ein vorhandenes Wandrelief des Gebäudes Braunsdorfer Str. 125 mit in die Planung einzubeziehen. Generell wünschte sich Vonovia, dass die angehenden Architekten dem Eingangsbereich besondere Aufmerksamkeit schenken. Außerdem sollte zumindest bei den drei Plattenbauten am Amalie-Dietrich-Platz ein Grundgestaltungsprinzip erkennbar sein.

Studierende gestalten WHH 17 mit Farbe neu
Dieser Aufgabe stellten sich die Studierenden im Rahmen der so genannten „Farbwochen“ am Ende ihres ersten Semesters. Dabei beschäftigen sie sich drei Wochen lang mit der farblichen Gestaltung von Objekten bzw. Gebäuden sowie mit der Wirkung von Farbe. Bei Professor Dr. Ralf Weber, Inhaber des Lehrstuhls RaumGestaltung an der TUD, erlernen sie zunächst die Grundlagen, um sich dann mit dem Einsatz von Farbe im Innenraum und im Außenraum auseinanderzusetzen. „Der Aufbau ist bewusst so gewählt, um in der Bearbeitung eine steigende Komplexität zu gewährleisten“, sagt Thomas Kanthak, Architekt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Architekturfakultät.

Vonovia als Praxispartner
„Wir versuchen, für die dritte Farbwoche zum Thema Farbe im Aussenraum’ immer reale Aufgabenstellungen zu bearbeiten, um einerseits die Relevanz des Themas bewusst zu machen, andererseits aber auch einen zusätzlichen Anreiz zu setzen“, so Kanthak. Partner dafür war schon im vergangenen Jahr Vonovia, die die Studierenden damals einlud, einen Neubau an der Stübelallee farblich zu gestalten. Dabei stellte sich allerdings heraus, dass die Arbeit an einem Objekt, das noch nicht steht, für Erstsemester schwierig ist. Die Wohnhochhäuser in Gorbitz hingegen erwiesen sich als eine Herausforderung, die sie mit großem Engagement und Erfolg bewältigten.

Farbwoche mit starkem Ergebnis
160 Studierende arbeiteten in Gruppen an dem Konzept für die Vonovia. Ihre Ideen verdeutlichten sie mit Hilfe von Zeichnungen und Modellen. Insgesamt sind 40 Entwürfe entstanden; Vonovia hat den Modellbau mit einer Summe von 3.000 Euro finanziert und Sachpreise für die drei Platzierten zur Verfügung gestellt.

Die Entwürfe der Studierenden können sich sehen lassen: „Interessant ist vor allem die Bandbreite der Lösungen und die dadurch erzielten sehr unterschiedlichen Wirkungen der Einzelgebäude, aber auch der Gebäude zueinander, entweder als Ensemble, oder eben gerade nicht“, erklärt Professor Dr. Ralf Weber.

Studentenwettbewerb auch im kommenden Jahr
Vonovia will die Farbkonzepte der Studierenden bei der Sanierung berücksichtigen. „Wir sind begeistert. Uns gefällt das junge, frische Querdenken“, unterstreicht Martina Pansa. Allerdings hat das Immobilienunternehmen auch die Umsetzung im Blick. Die Studierenden wüssten, dass ihre Entwürfe sich nicht immer 1:1 übertragen lassen: „Außerdem ist es ja auch so, dass das letzte Wort immer die Stadtplanung der Landeshauptstadt Dresden hat.“ Die Zusammenarbeit mit der TU Dresden wird Vonovia im kommenden Jahr fortsetzen. Vonovia SE besitzt in Dresden rund 38.500 Wohnungen.

Die Farbwochen-Siegerentwürfe (gleichrangig):

Gruppe „Wolkenkratzen“: Willy Greim, Lasse Hamann,
Maximilian Haupt, Annika Seitz

Gruppe „Aufbruch“: Johanna Götz, Eva Klaus, Sara Brendel,
Yannic Zeulner

Gruppe „FINS“: Nils Wannagat, Annie Vandalewsky, Leon Antonius Vanicek, Friederike Vick


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