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TNS-Emnid-Studie: persönliche Dinge laufen edlen Möbeln beim Wohn-Wohlfühl-Faktor den Rang ab

  • Mehr als die Hälfte der Deutschen (52 %) fühlt sich erst durch persönliche Dinge so richtig heimisch in der Wohnung, 85 Prozent empfinden sie insgesamt als wichtig

  • Für 18 Prozent der Deutschen gehören hochwertige Möbel zum Wohlfühlen in der Wohnung auf jeden Fall dazu und 49 Prozent stufen sie als relevant ein

  • Persönliche Dinge nehmen in den höheren Einkommensklassen ab 2.000 Euro netto einen wichtigeren Stellenwert ein

Bochum, 14.11.2017. Möbel machen das Wohnen schön. Und sind allseits begehrt: So vermeldet der Verband der Deutschen Möbelindustrie auch in diesem Jahr wieder Zuwachs. Die Deutschen lieben es, das eigene Zuhause schön zu gestalten, Gäste zu empfangen und gemütliche Abende in behaglichem Ambiente oder beim gemeinsamen Kochen zu verbringen. Schicke Einrichtungslösungen gehören zum Lifestyle und sind heutzutage auch Ausdruck der Persönlichkeit. Bekannte Label, Wohn-TV und Hochglanzmagazine machen Appetit auf neue Möbel und versprechen mit der Anschaffung von hochwertigen Polstern, Tischen und Schränken mehr Wohlfühlqualität. Aber auch persönliche Gegenstände verleihen der Wohnung einen eigenen Charakter und sind in der Einrichtung oft das Salz in der Suppe.

Neue Möbel sind nur ein Aspekt des Wohlfühlens

Wie wichtig Möbel und liebgewordene Dinge für das Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden sind, entscheidet jeder individuell und anders. Selbstverständlich will man sich in seinem Zuhause heimelig und geborgen fühlen. Sein persönliches Wellbeing hängt jedoch nicht unbedingt von neuen Möbeln bzw. einer hochwertigen Einrichtung ab. Das ergab eine repräsentative Verbraucherumfrage von Vonovia, einem der führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Für die TNS-Emnid-Studie wurden im Zeitraum von 2. bis 5. Oktober 2017 1016 Personen aus allen Alters- und Berufsgruppen sowie verschiedenen Regionen des Landes befragt. Mit spannenden Ergebnissen: So stellen neue und hochwertige Möbel nur für 18 Prozent der deutschen Verbraucher einen „äußerst” bzw. „sehr wichtigen” Aspekt dar, um sich im eigenen Heim wohlzufühlen. Ein gutes Drittel (31%) stuft sie als „eher wichtig” ein. Ganz anders sieht es bei den persönlichen Dingen aus. 52 Prozent der Deutschen wollen das Erbstück der Großmutter oder den Lieblingssessel, der schon viele Umzüge überstanden hat und voller Erinnerungen steckt, auf gar keinen Fall missen. Ein weiteres gutes Drittel (33 %) findet diese besonderen Elemente mit eigener Geschichte immerhin noch „eher wichtig”. Nur 14 Prozent bezeichnen sie als nicht relevant zum Wohlfühlen.

Wohnort spielt eine Rolle bei der Wohnungseinrichtung

In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gaben mehr als ein Viertel der Befragten an, dass ihnen die Einrichtung ihres geliebten Zuhauses mit exklusiven Möbeln „unwichtig“ ist. Im Gegensatz zu Hessen und Nordrhein-Westfalen. In diesen alten Bundesländern legt ein Viertel sehr viel Wert auf die Einrichtung mit neuen und hochwertigen Möbeln. Bei der individuellen Gestaltung der Wohnung mit persönlichen Dingen ist das Verhältnis zwischen Ost und West ausgeglichen.

Der Anspruch schwankt mit dem Alter

Überraschungen gab es bei der Analyse nach Altersgruppen. So scheint es in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen deutlich weniger möbelaffine Verbraucher zu geben als in anderen Generationen. Nur acht Prozent brauchen ein neu eingerichtetes Umfeld, um sich wohlzufühlen. Für 27 Prozent ist die Möbelauswahl „eher wichtig” und 46 Prozent finden sie nicht relevant. Was nicht zuletzt daran liegt, dass in diesem Alter Familiengründung bzw. die Karriereplanung im Vordergrund stehen. Junge Familien können sich keine teuren Möbel leisten und sind oft noch nicht gesettelt. Hier stehen Umzüge an, eventuell der Erwerb von Eigentum und die Planung des späteren Lebensmittelpunktes. Möbel können warten. Entsprechend nimmt die Bewertung der Einrichtung mit dem Alter zu. Die größte Bedeutung hat sie bei der 60+-Generation, gefolgt von den 50- bis 59-Jährigen. Bei der Betrachtung nach Personen im Haushalt stehen attraktive Möbel vor allem bei Familien mit vier und mehr Mitgliedern hoch im Kurs. Nur bei den persönlichen Lieblingsstücken sind sich alle einig: Als „äußerst“, „sehr“ oder „eher wichtig“ empfinden sie zwischen 85 und 89 Prozent.

Höhere Bildungsabschlüsse sind kein Indiz für hochwertige Möbel

Aber nicht nur das Alter entscheidet über den Wohlfühlaspekt von Sofa, Schrank & Co. Auch die Bildung scheint relevant zu sein, wenn es um Anschaffungspläne für neue Möbel geht. So spielt die Einrichtung in den eigenen vier Wänden z. B. bei Verbrauchern mit Volks- bzw. Hauptschulabschluss mit 25 Prozent in den Bereichen „äußerst“ bzw. „sehr wichtig” eine höhere Rolle als bei Befragten mit mittlerem Bildungsabschluss (17 %) bzw. Abitur oder Universitätsabschluss (12 %). Auch die liebgewordenen persönlichen Dinge des Lebens haben für 18 Prozent der Befragten mit Volks- oder Hauptschulabschluss eher eine nebensächliche Bedeutung, während nur wenige Menschen mit Abitur und Studium (9 %) auf individuelle Gegenstände verzichten können.

Je höher das Einkommen, desto wichtiger werden individuelle Dinge

Sehr ambivalent sind auch die Ergebnisse aus den verschiedenen Einkommensklassen. So rangiert die Einrichtung mit neuen Möbeln z. B. bei mehr als der Hälfte der Verdiener (55 %) mit stattlichen 3.000 bis 3.500 Euro netto im Monat unter „eher unwichtig” – bei der Einrichtung der Wohnung mit persönlichen Dingen hingegen empfinden nur neun Prozent so. Ähnlich sehen es auch diejenigen, die nur mit der Hälfte dieses Einkommens auskommen müssen. Für 49 Prozent sind neue Möbel „eher unwichtig“, für 20 Prozent „sehr“ bzw. „völlig unwichtig”. Unter dem Strich rangieren hochwertige Möbel bei Haushalten mit wenig Einkommen erwartungsgemäß ganz unten, während sie in den mittleren Gehaltsklassen zwischen 2.500 und 3.000 Euro netto am begehrtesten sind. Persönliche Dinge dagegen werden durch alle Gehaltsklassen hinweg mit 51 bis 58 Prozent als „äußerst“ oder „sehr wichtig“ definiert – mit Ausnahme im Bereich 1.500 bis 2.000 Euro netto, der mit 44 Prozent etwas darunter liegt. 


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