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Servicemeldung

Sekt, Soufflé und Spargel: ein Festmahl vor der Haustür - so gelingt es

  • Ein festliches Essen im Freien ist ein neuer Trend
  • Jeder kann und sollte seinen Beitrag leisten
  • Wichtig: Hausverwaltung und Nachbarn rechtzeitig informieren

Bochum, 21.04.2017 - Eine lange gedeckte Tafel im Hof: helle Tischdecken, schöne Servietten, Blumen, Teelichter im Glas. Ein weiterer Tisch bedeckt mit ausgesuchten Speisen: Schüsseln mit Salat, ein großer Topf Suppe, ein Tablett mit mediterranen Vorspeisen, Baguette, eine Fleischplatte, eine mit Fisch. Daneben eine bunte Auswahl an Desserts: Mousse au Chocolat, Zitronenparfait und Him-beereis. Eine Käseplatte und Obst. Dazu kühle Getränke und im Hintergrund Musik. So kann es aussehen: ein Festmahl unter freiem Himmel, direkt vor der Haustür und gemeinsam mit den Nachbarn. Das ist ein neuer Trend -  die etwas edlere Variante des Nachbarschaftsfestes, zu dem man sich gerne auch ein bisschen schick macht.

Zusammen einen schönen Abend verbringen - heute mal edel und schick

„Gemeinsame Feste fördern das friedliche Zusammenleben“, sagt Jana Kaminski, Pressesprecherin von Vonovia, Deutschlands führendem bundesweit aufgestellten Wohnungsunternehmen. „Sie stärken die Solidarität untereinander - vor allem, wenn jeder zum Gelingen des Abends beiträgt.“ Menschen, die sich bisher nur im Treppenhaus gegrüßt haben, lernen sich bei einem Glas Wein besser kennen. Beim gemeinsamen Erzählen und Lachen lassen sich kleine Konflikte untereinander manchmal schnell lösen - sei es der laute Fernseher spätabends, der Schuhberg vor der Wohnungstür oder das lautes Getrampel schon morgens um sechs. Vielleicht knüpfen sich dabei ganz neue Verbindungen oder sogar Freundschaften.

Ein Fest ist ein schönes Mittel gegen Anonymität und Gleichgültigkeit. Das funkti-oniert natürlich auch in der einfacheren Buffetversion mit Nudelsalat und Grill-fleisch, aber warum nicht mal etwas Besonderes ausprobieren, jetzt da endlich die lauen Frühlingsabende ins Freie locken. Ein schickes Drei-Gänge-Menü im Freien ist sicher noch lange Gesprächsthema im Hausflur oder morgens beim Zeitungholen am Briefkasten.

Organisation ist alles - es gibt für jeden viel zu tun

Wie so oft gilt: Wer die Sache planvoll angeht, hat später weniger Stress. Je mehr Leute mitmachen, desto besser. Planvoll heißt, rechtzeitig anfangen. Bei Nachbarn nachhören, ob sie Lust auf ein Fest haben, dann die grundsätzliche Bereitschaft mitzuhelfen erfragen. Rentner und andere Menschen mit mehr Zeit freuen sich bestimmt über eine Aufgabe. Bei einem Vortreffen mit dem „Festkomitee“ Zustän-digkeiten festlegen, das ist ganz wichtig. Wer kümmert sich um Kommunikation, Essen, Getränke, Sitzgarnituren, Deko, Programm und ums Geld? Und am Tag selbst für den Auf- und Abbau und das leidige Aufräumen. 

Dann muss der Termin festgelegt werden, am besten gleich mit Ausweichtermin, falls es an dem vorbestimmten Tag wie aus Kübeln schüttet. Die Einladung kann man schön gestalten und unter den Nachbarn verteilen oder Aushänge vornehmen. Wenn das Datum steht, folgt ganz klar an erster Stelle: Genehmigungen einholen. Ist die   Wohnungsgesellschaft einverstanden, dass im Hof oder vor dem Haus ein Fest stattfindet? Nur wenn es hier grünes Licht gibt, geht es weiter. Soll die Straße für das Fest gesperrt werden? Dann muss das Ordnungsamt informiert werden. Hier gibt es vielleicht noch weitere Auflagen.

Feiern ja - Lärmen nein

Weitere Vorschriften finden sich in der Hausordnung und im Mietrecht. In der Gesetzgebung ist ein Recht auf Partys nicht vorgesehen. Deshalb gilt zum Thema Musik oder laute Gespräche: Partys dürfen die anderen Bewohner nicht unzumutbar belästigen und Nachtruhe gilt auch bei Festen um 22 Uhr. Festlichkeiten, die länger dauern, sollten allen betroffenen Haubewohnern rechtzeitig angekündigt werden. Dazu reicht kein Aushang, denn den kann man ja nicht ablehnen. Am besten ist ein persönliches Gespräch mit jedem Mieter. Idealerweise lädt man alle, die sich gestört fühlen könnten, einfach ein.

„Rücksichtnahme gehört natürlich dazu“, betont Kaminski. „Nur dann hat jeder etwas davon.“ Geht die Party lautstark weiter bis tief in die Nacht und ruft sogar ein verärgerter Mieter wegen Ruhestörung die Polizei, drohen unangenehme Konsequenzen: „Der Vermieter kann lärmende Mieter schriftlich abmahnen und im Wiederholungsfall sogar kündigen,“ stellt Kaminski klar. Das sind Auswüchse, die wirklich niemand braucht und dem Sinn eines gemeinschaftsfördernden Nach-barschaftsfestes entgegenstehen. Zur gegenseitigen Rücksichtnahme gehört übrigens auch, den Ort der Feierlichkeiten spätestens am nächsten Morgen wieder aufzuräumen - am besten alle zusammen. „Haus und Grundstück sauber halten“, das steht in allen Hausordnungen. Denn Essensreste und leere Flaschen vor der Haustür mindern eindeutig die Wohnqualität.

Schwelgen in köstlichen Speisen - jeder bringt mit, was er am liebsten isst

Jetzt kann sich das Orga-Team dem netten Teil der Festplanung zuwenden: zum Beispiel dem Essen. Auf Listen kann jeder eintragen, was er gerne mitbringen möchte. Interessant sind auch ungewöhnliche Speisen aus anderen Ländern. Ziel ist es, ein vielseitiges und schmackhaftes Menü auf die Beine zu stellen mit Vorspei-sen, Hauptgang, und Nachtisch. Bei den Getränken empfiehlt es sich, sie zentral einzukaufen und die Kosten auf die Nachbarn umzulegen. Oder man verkauft sie zum Selbstkostenpreis. Oder jeder bringt was mit. Wie man die Frage löst, ent-scheidet das Festkomitee. Auch an den Kosten für Tisch, Bänke und Dekoration - Girlanden, Laternen, Servietten, Blumen, Kerzen - sollten sich alle beteiligen.

Und dann: Es ist zwar Abend, aber sicherlich lassen sich viele Kinder den Genuss nicht entgehen und mischen mit solange sie dürfen. Auch für sie sollte jemand zuständig sein, der sich um Essen, Trinken und Zerstreuung kümmert.

Ein schickes Festessen im Hof - das ist auch eine ganz besondere Art, mit seinen Nachbarn in Kontakt zu kommen. Nicht nur in Deutschland. Auch europaweit werden solche Feste gefeiert. 1999 fand zum ersten Mal in Paris der „European neighbour’s day“, das Fest der Nachbarn, statt. In den kommenden Jahren breitete sich die Idee in vielen Ländern Europas aus, seit 2012 gibt es das auch in deutschen Städten. Er findet immer an einem Freitag im Mai statt, dieses Jahr ist es der 19. Mai. Dann sind alle aufgerufen, Feste mit ihren Nachbarn zu feiern, als Geste gegen Isolation und Vereinsamung in den Städten. Dazu kann sich die Kommune auch offiziell anmelden, bekommt dann ein Logo und logistische Unterstützung.

Oder man feiert einfach nur so, an einem schönen Abend. Weil es jetzt endlich warm wird und sich das Leben wieder draußen abspielen kann.


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