Alt Text ist null oder leer
Servicemeldung

Wie gern teilen die Deutschen ihre Haushaltsgeräte? - Sharing-Kultur in der Nachbarschaft

  • 40% aller Befragten würden mit ihren Nachbarn teilen
  • Menschen zwischen 14 und 29 teilen am liebsten (59%)
  • Nur jeder dritte aus der Generation 60+ kann sich mit dem Sharing-Gedanken anfreunden

Bochum, 22.03.2017. Eine Bohrmaschine kommt in einigen Haushalten nur 12 bis 15 Minuten zum Einsatz - den Rest ihrer Lebenszeit liegt sie im Schrank. Auch wenn fleißige Heimwerker es auf mehrere Stunden bringen, wäre es dennoch ein überschaubarer Zeitraum. Warum also den Bohrer nicht mit dem Nachbarn teilen? Viele Haushaltsgeräte, die wir besitzen und die Zuhause Platz wegnehmen, sind nur selten im Einsatz und ließen sich hervorragend in einer Mietshaus-Gemeinschaft nutzen.

 Soziale Kontakte und Geräte teilen

„Sharing Economy” ist längst ein Trend-Thema:  Internetplattformen, Communities und soziale Netzwerke propagieren das Teilen schon lange und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Noch einfacher wäre es allerdings, wenn sich bereits in der Hausgemeinschaft eine Sharing-Kultur entwickeln würde. Ohne PC und Internet. Eben auf dem direkten Weg beim Nachbarn. „Es gibt bereits viele Tausch- und Leihbörsen in Nachbarschaften. Und das macht auch Sinn”, erklärt Nina Henckel, Pressesprecherin von Vonovia, einem der führenden deutschen Wohnungsunternehmen. „Viele Werkzeuge, Garten- oder Küchengeräte sind sperrig, werden selten gebraucht und bieten sich hervorragend für die gemeinschaftliche Nutzung an. Das ist nicht nur günstig, sondern auch sehr nachhaltig.” Darüber hinaus fördert es die sozialen Kontakte und bringt die Leute zusammen. Aber wie beurteilen es die Mieter?

Junge Leute wollen flexibel bleiben

Ein interessantes Thema, für das Vonovia eine repräsentative Emnid-Umfrage in Auftrag gegeben hat. Insgesamt befragte das Bochumer Unternehmen vom 02. bis 04. März diesen Jahres 1.003 Personen aus allen Alters- und Berufsgruppen sowie verschiedenen Regionen in Deutschland. Mit spannenden Ergebnissen: Immerhin können sich 40 % der Befragten vorstellen, Haushaltsgeräte mit ihren Nachbarn zu teilen. Vor allem die jungen Bewohner zwischen 14 und 29 Jahren finden die Idee reizvoll: 59 % stehen dem Sharing-Prinzip positiv gegenüber. Denn mit der neuen Generation verändern sich auch die Vorstellungen von Konsum. Die jungen Leute wollen nutzen nicht besitzen. Möglichst flexibel und ohne Aufwand. Anders sieht es die Generation 60+: Nur 33 % können sich vorstellen, ihre Haushaltsgeräte mit den Nachbarn zu teilen.

Nachhaltigkeit als Trend

Wer bisher dachte, Sharing hat etwas mit dem Einkommen zu tun, der irrt. Denn ein Blick auf das Haushaltsnettoeinkommen in Euro belegt, dass die Geringverdiener (-u. 1000) sich mit 27 % am wenigsten vorstellen können Geräte gemeinsam zu nutzen. Dafür rangiert die nächsthöhere Einkommensschicht (1000- u. 1500) mit 53 % ganz vorn. Aber auch Haushalte mit mittlerem Nettoverdienst (2000-u. 3000) sind mit 44 % stark interessiert. Gefolgt von guten Verdienern (3000 –u. 3500) mit 43 %. Es geht also nicht nur um das Sparen, sondern auch um eine neue Lebensphilosophie: Mehr teilen, weniger kaufen – nachhaltig mit Ressourcen umgehen und intelligent Wirtschaften.

Die neue Lust am Ausleihen

Das spiegelt auch die Analyse bezüglich der Schulbildung wider: Befragte mit Abitur- oder Universitätsabschluss sind mit 48 % eher bereit zu Teilen als Personen mit Volks-/Hauptschule (35 %) oder mittlerem Bildungsabschluss (34 %). Begeisterung bei dem Gedanken Waschmaschine, Bohrer oder andere Geräte gemeinschaftlich zu nutzen, kam indes bei Schülern auf: 72 % können sich eine nachbarschaftliche Regelung vorstellen.

Großfamilien sind Sharing-Profis

Bezogen auf die Anzahl der Personen im Haushalt fällt die Emnid-Umfrage allerdings wie erwartet aus: Für große Haushalte mit vier oder mehr Menschen ist Geräte-Sharing mit anderen Bewohnern am ehesten denkbar (48 %). Was sicherlich nicht zuletzt daran liegt, dass größere Familien oder Wohngemeinschaften das Teilen bzw. gemeinsame Nutzen von Gegenständen gewohnt sind und gute Erfahrungen damit gemacht haben.

Spaß am Teilen – das Saarland liegt vorn

Nach Regionen betrachtet, zeigt sich der Westen in Sachen Teilen etwas liberaler als der Osten: 42 % finden das Sharing-Prinzip von Geräten in der Hausgemeinschaft vorstellbar. In Ostdeutschland können sich indes nur 33 % dafür begeistern. Bei den Bundesländern, führt das Saarland die Anhänger des nachbarschaftlichen Teilens an, gefolgt von Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Schlusslicht bildet, ebenfalls mit großem Abstand,  Sachsen-Anhalt.


Hinweis

Ihre Anfrage wird geprüft

Wir bitten um Ihre Geduld. Wir überprüfen Ihre Anfrage. Bitte warten Sie die Überprüfung ab.

Bitte verlassen Sie die Seite nicht vor Beendigung der Prüfung, da der Vorgang sonst abgebrochen wird. Bitte führen Sie so lange keine weiteren Interaktionen oder eine Aktualisierung der Seite durch.