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Tapetenwechsel: Tipps für Heimwerker

Bochum, 30.11.2016 – Selbst ist der Mann, selbst ist die Frau – wenn für die eigenen vier Wände der Sinn nach frischem Wind steht, wird oft der sprichwörtliche Tapetenwechsel ins Auge gefasst. Selbst zu tapezieren, trauen sich viele nicht zu, ein Fachmann aber kostet reichlich Geld. Mit ein paar praktischen Tipps und Tricks erstrahlt die Wohnung schnell und einfach im neuen Glanz. Aber: Darf man ohne Rücksprache mit dem Vermieter überhaupt neue Tapeten an die Wand bringen? Wie viele Rollen müssen gekauft werden und wie tapeziert man richtig? „Selbstverständlich dürfen Mieter in ihrer Wohnung die Auswahl der Tapeten bestimmen – also auch neu tapezieren. Nur sollten sie darauf achten, dass die Wohnung im Falle eines Auszugs in der Regel wieder in den Ursprungszustand versetzt werden muss. Wer also beim Einzug weiße Standardtapeten an der Wand hatte und im Laufe der Mietzeit neue Muster tapeziert hat, muss das zum Ende des Mietverhältnisses wieder rückgängig machen.“, sagt Max Niklas Gille. Der Pressesprecher von Vonovia, dem führenden bundesweit aufgestellten Wohnungsunternehmen in Deutschland, weiß was Mieter beim Tapezieren beachten müssen und gibt praktische Tipps für fleißige Heimwerker.

Tapetenwechsel leicht gemacht

Ob Profi-Heimwerker oder Anfänger - Tapezieren kann jeder. Zunächst einmal müssen Tapetenrollen her. Hat man sich für Form und Farbe entschieden, steht die Frage bevor, wie viele Rollen benötigt werden. Jeder Raum ist anders und doch gibt es eine einfache Zauberformel: Tapetenrollen sind in der Regel 53 Zentimeter breit, zehn Meter lang und reichen so für jeweils ca. fünf Quadratmeter Wandfläche aus. Der Rollenbedarf lässt sich auf dieser Basis ganz einfach berechnen: Raumumfang mal Raumhöhe geteilt durch 5. Wenn man sich Tapeten mit Mustern entschieden hat, sollte noch ein wenig mehr einkalkuliert werden – für den Verschnitt.

Neben der Farbe, dem Muster und der Anzahl der Rollen, muss vorab auch entschieden werden aus welchem Material die neue Tapete sein soll. Am geläufigsten sind Vlies oder Papier. Der große Vorteil von Vliestapeten ist, dass sie nach dem Zuschneiden ohne Sonderbehandlung direkt auf die eingekleisterte Wand geklebt werden können. Sie müssen nicht eingeweicht werden. Bei Papiertapeten ist der Aufwand etwas größer. Bevor diese auf die Wand gebracht werden können, müssen sie zunächst eingekleistert und dann mit der Kleisterseite nach innen zusammengeklappt werden. Nach etwa zehn Minuten können sie dann auf die Wände geklebt werden.

Auf die Wände, fertig, los

Ist die richtige Tapete gefunden, kann es auch schon losgehen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass weder besonders geheizt wird, noch die Fenster oder Türen geöffnet sind. Durchzug oder Heizungsluft können nämlich dazu führen, dass die Tapete schneller trocknet als der Kleister und das kann zur Folge haben, dass die Nähte aufgehen oder die Klebewirkung nicht ausreicht. Wichtig ist außerdem: Nur auf einer glatten, trockenen und v. a. sauberen Wand kann die Tapete auch halten. Deshalb sollten alte Tapetenreste vorab auch restlos entfernt werden. Beim Einkleistern dringt die Feuchtigkeit sonst auch in untere Schichten vor – im schlimmsten Fall würden die Tapeten den Halt verlieren und sich vollständig lösen. Ist die alte Raufaser entfernt, die Wand gereinigt, trocken und eben, können die neuen Bahnen aufgetragen werden. Das geht am besten zu zweit. Beim Tapezieren ist Teamarbeit gefragt: Man beginnt bei der oberen Wandkante. Die Tapetenzuschnitte werden einfach oben festgedrückt und dann langsam runtergelassen. Während eine Person die obere Kante festhält, kümmert sich der Zweite im Team darum, die Tapete schrittweise von oben nach unten anzudrücken und mit einem weichen Besen glattzustreichen. Stück für Stück verleiht man seinen Wohnwänden auf diese Weise ein neues Gewandt.

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